Arslan-Affäre
FDP-Kandidatin Monica Gschwind kritisiert Sicherheitsdirektor Reber

Monica Gschwind (FDP), Kampfkandidatin der Baselbieter Bürgerlichen bei den Regierungsratswahlen am 8. Februar, legt ihre Zurückhaltung ab. Der Sicherheitsdirektor hätte von Anfang Stellung nehmen sollen, findet sie.

Drucken
Teilen
Möchte die Bildungsdirektion übernehmen: Monica Gschwind. (Archiv)

Möchte die Bildungsdirektion übernehmen: Monica Gschwind. (Archiv)

Martin Töngi

In der Affäre Arslan kritisiert Gschwind Sicherheitsdirektor Isaac Reber (Grüne). „Es wäre Rebers Aufgabe gewesen, von Anfang an persönlich Stellung zu nehmen und seinen Entscheid zu erklären“, sagt sie im Interview mit der „Schweiz am Sonntag“.

Die „Basler Zeitung“ hatte öffentlich gemacht, dass Reber Basta-Grossrätin Sibel Arslan als Leiterin des Strafvollzugs ernannt hatte, obwohl sie verschuldet und nicht genug qualifiziert sei. „Ich finde es generell nicht gut, wenn Personen, die politische Ämter haben und extreme Positionen vertreten, gleichzeitig wichtige kantonale Ämter besetzen“, sagt Gschwind. Reber wird sich erst am Montag zur Affäre Arslan äussern.

Gschwind will im Falle einer Wahl in die Baselbieter Regierung die Bildungsdirektion übernehmen, die nach dem Rücktritt von Urs Wüthrich (SP) frei wird. „Hier braucht es einen echten Kurswechsel“, sagt sie. Die anderen vier Direktionen dagegen seien bereits in guten Händen.