«So etwas werde ich nie mehr machen», schreibt der Youtube-Filmemacher mit dem Pseudonym «Raz Ols» unter sein Video. Und beim Schauen des Zweistünders wird klar, weshalb: Über 250 Stunden hat der 25-jährige Schwede in den letzten 3 Monaten damit verbracht, die Matches seines Idols nachzuschauen und die besten Schläge auszuwählen. Entstanden ist ein zweistündiges Youtube-Video mit herrlichen Ballwechseln aus Federers bald 20-jähriger Profikarriere. Ob mit langen Haaren und Pickel im Gesicht (und im 4:3-Fernsehformat des letzten Jahrtausends), auf Sand, Rasen oder Hartplatz, draussen in der australischen Hitze oder unter dem neuen Wimbledon-Dach: Federer zaubert, mit Vor- oder Rückhand, per Volley oder Smash, ein Winner nach dem anderen.

«Ich habe schon einige ‹die besten 10›- oder auch ‹die besten 100›-Videos gemacht, hatte aber bei Federer immer das Gefühl, dass dies nicht reicht, um der jenseitigen Vielfältigkeit, Qualität und Quantität Federers gerecht zu werden», begründet der Tennis-Fan. Und dann erklärt er: Er habe nicht nur Best-of-Videos zusammen geschnitten, sondern die einzelnen Matches nochmals nachgeschaut, um sicher zu gehen, dass es tatsächlich die jeweils besten Schläge waren. Und dann habe er sie geordnet, so weit wie möglich nach «zunehmender Qualität». Den Abschluss macht denn auch jener Smash in Basel von 2002, als Federer im Viertelfinal Andy Roddick von weit hinter der Grundlinie und nach einem hohen Sprung den Ball um die Ohren schmetterte. Und dieser anschliessend aus Verzweiflung das Racket in Richtung Federer schleuderte.

Verspätetes Weihnachtsgeschenk

Am Video Gefallen gefunden hat sogar der Maestro selbst, denn dieser bedankte sich via Twitter umgehend bei seinem vermutlich fleissigsten Bewunderer. «Dass Roger Federer das Video geschaut und sich bedankt hat, bedeutet mir sehr viel», sagt «Raz Ols» auf Anfrage der bz. Eines seiner Ziele sei gewesen, Federer zu inspirieren und ihn zu motivieren, weiterzumachen.

Federer antwortet per Twitter

Auch schön anzusehen – alle Turniersiege von Roger Federer: