Polizei-Einsatz

Falscher Alarm im St. Johann – Alarmknopf ist nur mit Schlüssel zugänglich

Nach einem Bedrohungsalarm rückte die Basler Polizei am Donnerstag mit einem Grossaufgebot zum Schulhaus-Komplex im St. Johanns-Quartier aus. Was den Alarm auslöste, ist unklar. Eine Bedrohung lag keine vor. Die Schulhäuser wurden evakuiert und durchsucht.

Der um etwa 12.40 Uhr ausgelöste Alarm betraf die Schulhäuser Vogesen, St. Johann und Pestalozzi, die unmittelbar nebeneinander liegen. Evakuiert wurden insgesamt rund 150 Personen, wie ein Sprecher des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartementes (JSD) vor Ort sagte.

Manche von ihnen hatten sich in den Schulzimmern verbarrikadiert. Lehrkräfte und Schulkinder versammelten sich in einem benachbarten Quartierpark und warteten das Geschehen ab.

Die Polizei war vier Minuten nach der Auslösung des Alarms bei den Schulen, wie Polizeikommandant Martin Roth vor den Medien sagte. Mehrere Dutzend Beamte durchsuchten die drei miteinander verbundenen Schulhäuser inklusive eine unterirdische Schwimmhalle.

Um 14.25 Uhr stand fest, dass keine Täterschaft oder sonstige Bedrohung in Sicht war, und um 14.40 Uhr wurden die Schulhäuser wieder freigegeben. Verletzt wurde niemand; der Einsatz verlief ruhig.

Hier werden die Schülerinnen und Schüler aus dem St. Johanns-Schulhaus evakuiert.

Hier werden die Schülerinnen und Schüler aus dem St. Johanns-Schulhaus evakuiert.

   

Das vor acht Jahren eingeführte Alarmsystem besteht aus mit Schlüssel zugänglichen Kästchen in den Korridoren aller Schulbauten. Darin befinden sich ein Alarmknopf. Passende Schlüssel haben sämtliche Lehrkräfte; die Schlüssel passen zu allen solchen Auslösern im ganzen Stadtkanton.

Gemäss Stefan Groth, dem Sicherheitschef des Erziehungsdepartementes, ist als Ursache des Alarms sowohl ein technischer Defekt möglich als auch eine versehentliche unzulässige Auslösung. Die Anlage werde nun unter Bezug der Lieferantin überprüft.

Groth befürchte, dass es schwierig werden dürfte, eine allfällige Fehlauslösung einer Person zuzuordnen. Die Eltern der betroffenen Schulkinder sollen einen Brief erhalten mit Erklärungen zum Vorgefallenen.

Polizeikommandant Roth erklärte, dass die Polizei bei jedem eingehenden Alarm davon ausgehen müsse, dass eine Bedrohung vorliege oder eine Person eine solche darstelle - bis die Situation geklärt ist. Daher seien die Sicherheitskräfte sofort ausgerückt "mit allem, was zwei Beine hat" und hätten die Schulhäuser parallel durchsucht. Die Behörden hätten in diesem Fall "gut kooperiert".

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1