Das Projekt hat für viele Misstöne gesorgt, doch davon soll am 5. Februar keine Rede mehr sein. Endlich wird Stephan Fricker, Direktor der Merian Iselin Klinik, die neue Notfallaufnahme seines Spitals einweihen können. Gegenüber dieser Zeitung gibt er erstmals Details bekannt. So soll der Notfall an sieben Tagen in der Woche offen sein. Geplant ist, dass Verletzte zwischen acht und zehn Uhr abends aufgenommen werden können. Mögliche Klientel sind beispielsweise die Feierabendsportler, die sich einen Knochen gebrochen haben.

Allein für die neue Notfallaufnahme sind fünf Ärzte vorgesehen. Damit soll sichergestellt werden, dass jeweils immer ein Facharzt und ein Assistent zur Stelle sind. Das neue Projekt hat eine turbulente Vorgeschichte. Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) verwehrte dem Spital 2016 den Leistungsauftrag. Dies mit der Begründung, die Spitalplanungs-Leistungsgruppen sähen «keinen Betrieb einer monodisziplinären Notfallstation vor». Wer einen Notfall habe, müsse alle Verletzten behandeln können.

Das Privatspital hat sich davon nicht beirren lassen. Fricker sagt: «Natürlich wäre es ein schönes Zeichen von Engelberger gewesen, wenn er uns einen Leistungsauftrag gegeben hätte. Aber da es kein stationäres Angebot ist, ist es nicht Pflicht, dass wir damit auf der Spitalliste sind.» Was das stationäre Angebot angehe, steht die Klinik aber bereit. Wenn sich die Verletzung der Patienten, die sich im Notfall behandeln lassen, als gravierend herausstellt, werde ihnen selbstverständlich ein Bett zur Verfügung gestellt, wie Fricker sagt.