Der aufmüpfige Verband Feme (Für Euch, mit Euch) hat auch den zweiten Wahlgang der Wahlen in die Personalkommission der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) für sich entschieden. Im Wahlkreis «Verwaltung und Markt» wurde Richard Lütolf gewählt.

Gemäss dem offiziellen Wahlprotokoll, das der «Schweiz am Sonntag» vorliegt, übertraf der Feme-Mann die beiden Kandidaten des Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) sowie des Personalverbands städtischer Verkehrsbetriebe (PSVB) um vier respektive 14 Stimmen.

In der ersten Wahlrunde im vergangenen November, bei der keiner der drei Bewerber das absolute Mehr erzielen konnte, lag der VPOD-Kandidat noch vorne.

Mit der Wahl Lütolfs stellt der Verband Feme mit fünf Sitzen nun die Mehrheit in der achtköpfigen BVB-Personalkommission. Der VPOD hat zwei Vertreter, ein Sitz wird durch einen Unabhängigen besetzt. Der grosse Wahlverlierer ist damit der vom Anwalt und früheren DSP-Politiker Felix Moppert präsidierte PSVB.

Der mitgliederstärkste unter den drei BVB-Personalverbänden ist nun überhaupt nicht mehr in der Personalkommission vertreten. In der letzten Amtsperiode stellte der PSVB noch vier Vertreter. Verlierer ist auch der VPOD, der einen Sitz abgeben muss.

Feme hatte im vergangenen Jahr mit Präsident Urs Meienhofer bereits den Sitz des Personalvertreters im BVB-Verwaltungsrat erobert. Dieser wurde bisher von Mario Weissenberger (VPOD) gehalten, der abgewählt wurde.