Bewegung

Feministische Verbindung: Das bewirkt der Frauenstreik an der Uni Basel

Die erste feministische Studentinnenverbindung der Universität Basel heisst Socordia, in Anlehnung an eine römische Göttin, die für Faulheit und Trägheit steht.

Die erste feministische Studentinnenverbindung der Universität Basel heisst Socordia, in Anlehnung an eine römische Göttin, die für Faulheit und Trägheit steht.

An der Universität Basel wird die erste feministische Studentinnenverbindung gegründet. Dies hat die Gruppierung Frauenstreik Hochschulen Basel verkündet.

Die Gruppierung Frauenstreik Hochschulen Basel nahm den diesjährigen und damit dritten Frauenstreik in der Schweizer Geschichte zum Anlass, um einen nächsten Schritt zu verkünden: «Wir gründen die erste feministische Studentinnenverbindung der Universität Basel», schreibt die Gruppe auf der sozialen Plattform Facebook. Am vergangenen Sonntag wurden die Baslerinnen und Basler während der Eröffnungsrede des Frauenstreiks bereits darüber informiert.

Facebook Frauenstreik Hochschulen Basel

«Wir alle haben das Warten auf Gerechtigkeit satt», schreiben die Aktivistinnen. 2019 habe die Gruppe bei der Universität Basel eine Liste mit Forderungen eingereicht. Bis heute hätten sie keine definitive Stellungnahme erhalten.

Schnecke und römische Göttin als Symbole

Mit der Studentinnenverbindung namens «Socordia» wollen sie erneut auf «das langsame Tempo der Universität in Gleichstellungsfragen» aufmerksam machen. Der Name sei angelehnt an die römische Göttin Socordia, die für Faulheit und Trägheit steht und ihre Lasterhaftigkeit zur Schau stellt. Passend dazu hat die Gruppe eine Schnecke als Symbol ausgewählt, die Hermaphroditen sind – also weibliche und männliche Geschlechtsorgane besitzen.

Die Gruppe Frauenstreik Hochschulen Basel forderte vergangenes Jahr einen «sofortigen gerechten Wissenschaftsbetrieb». Dazu gehört unter anderem eine Geschlechterquote von 50 Prozent auf allen Ebenen, keine ausschliesslich von Männern besuchten Veranstaltungen und Tagungen, die Gleichwertigkeit aller Wissenschaften, ein Ausbau der Krippenplätze an Universitäten sowie mehr Teilzeit- und Jobsharing-Stellen. 

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