Vor dem Terminal auf der Schweizer Seite des Euro-Airport (EAP) gibt es oft Gedränge und Staus. Nun soll der Parkplatz S2, der ganz in der Nähe liegt, zu einem Express-Parkplatz umgebaut werden. Gleichzeitig wird der Zugang zum Terminal eingeschränkt.

Der Express-Parkplatz besteht aus 250 Parkplätzen, auf denen man 20 Minuten gratis parkieren kann. Zusätzlich bleiben 500 normal gebührenpflichtige Parkings bestehen. Die Gratiszeit sollte ausreichen, um mit dem Gepäck den in Gehdistanz liegenden Terminal zu erreichen.

EAP-Mediensprecherin Vivienne Gaskell erhofft sich durch den Umbau ein verbessertes Verkehrsmanagement: «Ziel ist es, den Stau direkt vor dem Terminalgebäude zu reduzieren.» Ausserdem sollen die Parkings breiter gestaltet werden, um das Ein- und Ausladen des Gepäcks zu erleichtern. «Die Inbetriebnahme ist für Ende 2019 oder Anfang 2020 geplant.»

Noch kann man vor das Terminal fahren

Derzeit ist es noch möglich, direkt ans Terminal zu fahren: Entweder kann man dort an Parkuhren bis zu maximal zwei Stunden auf der Ankunft- und Abflugebene parkieren oder aber kurz stehenbleiben, um jemanden abzusetzen (Kiss & Fly). Gaskell sagt: «Diese Funktionen werden in Zukunft auf den Express-Parkplatz verlagert.»

Hintergrund für die Entscheidung, die Anfahrt ans Terminal für Privatpersonen zu schliessen, sind Sicherheitsgründe. Die Schweizer Flughafenseite zieht so mit zwei Jahren Verspätung der französischen Seite nach. Dort war dies schon 2017 umgesetzt worden. Auch hier wurde ein bestehender Parkplatz zu einem Express-Parking mit 300 Plätzen mit 20 Gratis-Minuten umgewandelt.

Gibt es bei diesen Punkten Angleichungen, so bleiben die Preisunterschiede je nach Landesseite erheblich. In der Fernzone kostet eine Woche auf der französischen Seite mit 62 Euro fast 30 Franken weniger als auf der Schweizer Seite. Darüber, wie viele Fahrzeuge aus der Schweiz im französischen Teil parkieren, führt der EAP keine Statistik. Insgesamt weist der Flughafen heute 10'200 Parkplätze auf. Der Anteil der jeweiligen Parkingseite ist dabei «je nach Saison und Urlaubszeit teilweise modulierbar».

Gut genutzt wird der Service, seinen Parkplatz online zu reservieren. Dafür stehen auf dem Schweizer Parkplatz S13, der etwas weniger weit vom Terminal entfernt ist als die Fernzone mit 350 gut die Hälfte der dort bestehenden Parkplätze bereit.

Stolzer Preis für Sonderangebot

Ein Sonderangebot gilt am Wochenende auf der französischen Seite im beim Terminal gelegenen Parkhaus S1. 86 Euro statt 190 Euro für neun Tage ist allerdings ein stolzer Preis. Dennoch wird es laut Gaskell zu 100 Prozent ausgenutzt.

Gelohnt haben dürfte sich die Investition von 24 Millionen Euro in ein neues Parkhaus auf der französischen Seite, in dem seit 2018 im Durchschnitt gut 2000 von 2700 Plätzen belegt sind. Während der Ferien und der Feiertage liege die Auslastung bei 100 Prozent. Dazu, was seine gesamten Parkings ihm einbringen, will der EAP sich nicht äussern.