Wahlen 2011
Fetz steigt selbstbewusst in den Ständeratswahlkampf

Unter dem Slogan „Voll Fetz" hat die Basler Ständerätin Anita Fetz ihren Wahlkampf für die Ausmarchung vom 23. Oktober lanciert. Die 54-Jährige, die den Halbkanton seit 2003 im «Stöckli» vertritt, steigt selbstbewusst ins Rennen.

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Anita Fetz

Anita Fetz

Schweiz am Sonntag

Fetz sieht sich von bürgerlichen Widersachern Daniel Stolz (FDP) und Sebastian Frehner (SVP) gefordert. Sie richte ihren Wahlkampf nicht an ihren Gegnern, sondern an Inhalten aus, sagte sie gestern vor den Medien. Den Vorwurf der SVP, Fetz habe sich bis anhin versteckt, kontert sie: Sie lasse sich ihren Fahrplan nicht vorschreiben. Bis letzte Woche seien Sommerferien gewesen; grosse Wahlkampfanstrengungen hätten da wenig gebracht. In den nächsten drei bis vier Wochen seien aber drei bis vier Podien mit den anderen Kandidierenden geplant. «Ich habe den Wahlkampf schaurig gerne», gab Fetz zu Protokoll.

Nach den Querelen im bürgerlichen Lager um die Kandidatur von SVP-Chef Sebastian Frehner halten in Basel einige Beobachter das Rennen bereits für gelaufen. Fetz ist da anderer Meinung. Sie will in den kommenden Wochen vor allem der Basler Bevölkerung Rechenschaft über ihr bisheriges Wirken in Bern ablegen. Als persönliche Erfolge der laufenden Legislatur sieht die Sozialdemokratin das Ende von Quersubventionierungen von ausserkantonalen Krankenversicherten durch Basler Prämienzahler. Fetz betont, dass sich ihr eigenes Abstimmungsverhalten zu 80 Prozent mit der Meinung des Basler Volks decke. «Was ich erreichen will, wird nie allen recht sein. Aber der Mehrheit.»

Die Bewältigung der Folgen der derzeitigen Frankenstärke stelle wohl die grösste Herausforderung in der kommenden Legislatur dar. Zudem will sich Fetz in den nächsten Jahren im Ständerat für eine Stärkung der Städte im nationalen Finanzausgleich, für Investitionen in Forschung und Bildung und für eine Energiewende «ohne faule Kompromisse» stark machen. (haj)