Der Vorstand der Basler Super Constellation Flyers Association (SCFA) (2800 Mitglieder) hat deshalb beschlossen, in diesem Jahr keine Passagierflüge des Oldtimers durchzuführen. Dies bestätigt SCFA-Sprecher Ruedi Messerli gegenüber der bz.

Saisonstart der Connie, die ihren Heimatflughafen in Basel besitzt, hätte am 17. Mai mit einem Flug nach München sein sollen. Wartungsarbeiten zogen sich aber in die Länge.

Dazu kam ein Schaden am Propellergetriebe und im Juni fiel Motor 2 dann wegen eines Defekts aus, worauf alle Flüge abgesagt werden mussten. Beim US-Spezialisten für Kolbenmotoren, der Anderson Aeromotive Inc., wurde ein generalüberholter Ersatzmotor zum Preis von rund 160 000 Dollar bestellt.

Neuer Motor erlitt einen Defekt

Die Hoffnung, im August die Saison der Flüge für Vereinsmitglieder endlich zu starten, platzte vor einer Woche: Der neue Motor erlitt einen Defekt und ist nicht mehr einsatzfähig.

Er muss zurück in die USA. Die Connie-Freunde erwarten einen vollständigen Ersatz des Motors, wie Operations-Chef Ernst Frei in einer E-Mail vom Dienstag an die Vereinsmitglieder schreibt.

Bis alles geklärt ist, kann die Connie nicht fliegen. Trotz dieser negativen Nachricht will der Verein weitermachen: Die Mitglieder stünden voll hinter dem Oldtimer und spendeten für den neuen Motor, sagt Messerli. Die Connie soll weiter fliegen. Von zwei Super Constellation, die es weltweit noch gibt, ist die Basler Connie diejenige, die Passagierflüge durchführt.

Das legendäre Flugzeug landete am 8. Mai 2004 erstmals in der Schweiz: Mehr als 3000 Connie-Fans säumten den EuroAirport Basel-Mulhouse. Die SCFA-Initianten, Piloten, Mechaniker und Flugzeugfans, hatten es in den USA übernommen und in die Schweiz geflogen.

Seither hat die Lookheed L-1049 Super Constellation, so ihre genaue Bezeichnung, jedes Jahr Flüge für ihre Vereinsmitglieder durchgeführt und als Star an Airshows teilgenommen.