Massnahmen
FMS Basel-Stadt nimmt bald keine Schüler aus dem Baselbiet mehr auf

Die gegenseitige Aufnahme von Schülerinnen und Schülern in den Kantonen Aargau, Baselland, Basel-Stadt und Solothurn soll neu geregelt werden. Per Schuljahr 2022/23 soll eine erste Massnahme umgesetzt und damit die Fachmaturitätsschule (FMS) Basel-Stadt entlastet werden.

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Die Kantone Basel-Stadt, Baselland, Aargau und Solothurn haben gemeinsam kommuniziert, wie die Verteilung der Schülerinnen und Schüler künftig ablaufen soll. (Symbolbild).

Die Kantone Basel-Stadt, Baselland, Aargau und Solothurn haben gemeinsam kommuniziert, wie die Verteilung der Schülerinnen und Schüler künftig ablaufen soll. (Symbolbild).

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Der Schulraum an den Mittelschulen der Kantone Aargau, Baselland und Basel-Stadt werde aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend knapp, teilt der Regierungsausschuss Bildungsraum Nordwestschweiz in einer Medienmitteilung vom Mittwoch mit.

Die vier Kantone haben deshalb Entlastungsmassnahmen ausgearbeitet und diese festgehalten, heisst es weiter. Ab dem Schuljahr 2022/23 soll die FMS Basel-Stadt von den Schülerinnen und Schülern aus dem Aargau und dem Baselbiet entlastet werden. Ab 2025/26 sollen dann die Mittelschulen der beiden Basel von den Schülerinnen und Schülern aus dem Aargau entlastet werden und ab 2028/29 die Mittelschulen des Stadtkantons von den Baselbieter Schülerinnen und Schülern.

Um die Übergangsphase nicht zu verkomplizieren, haben sich die vier Kantone darauf geeinigt, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung dort beenden können, wo sie begonnen haben. Ab dem Schuljahr 2022/23 werde die FMS Basel-Stadt keine Schülerinnen und Schüler aus den Kantonen Aargau und Baselland mehr aufnehmen.

Die Fricktaler, die eine FMS- absolvieren wollen, müssen diese fortan also im Baselbiet besuchen. Bis 2028 soll eine eigene Mittelschule im Fricktal entstehen. Für die Übergangsphase prüfe man kantonsübergreifend verschiedene Massnahmen.

Raumknappheit soll abgefedert werden

Das Ziel sei es, die Raumknappheit an der FMS Basel abfedern zu können, indem man auf die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern aus dem Aargau und dem Baselbiet verzichte.

Schülerinnen und Schüler aus den Bezirken Dorneck und Thierstein, die ein Gymnasium oder eine FMS in den beiden Basel besuchen wollen, sind von den Änderungen nicht betroffen. Für sie gelten unverändert die Bedingungen des Regionalen Schulabkommens (RSA) 2009 und des Vertrags über das Regionale Gymnasium Laufental-Thierstein.

«Die vier Kantone des Bildungsraums Nordwestschweiz bekennen sich zu einer harmonisierten Mittelschulplanung, die dem Anspruch eines starken und strategisch handelnden Bildungsraums Nordwestschweiz Rechnung trägt», heisst es in der gemeinsamen Medienmitteilung.