Riehen

Fondation Beyeler ist weiterhin das meistbesuchte Schweizer Kunstmuseum

Für 2014 kündigte die Fondation Beyeler Highlights namentlich mit Gerhard Richter und Gustave Courbet an. (Archiv)

Für 2014 kündigte die Fondation Beyeler Highlights namentlich mit Gerhard Richter und Gustave Courbet an. (Archiv)

Die Fondation Beyeler steht beim Kunstpublikum nach wie vor hoch im Kurs: 334'508 Eintritte verbuchte das Museum in Riehen bei Basel im vergangen Jahr und blieb damit nach eigenen Angaben das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz.

Die Fondation Beyeler steht beim Kunstpublikum nach wie vor hoch im Kurs: 334'508 Eintritte verbuchte das Museum in Riehen bei Basel im vergangen Jahr und blieb damit nach eigenen Angaben das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz.

Die Besucherzahl erreichte 2013 jene des Vorjahres zwar nicht, blieb aber über dem langjährigen Durchschnitt von 322'594 Eintritten pro Jahr und auch über dem Budget. Erklärt wurde dies mit den Ausstellungen etwas weniger bekannter zeitgenössischer Künstler.

Direktor Sam Keller wertete am Donnerstag vor den Medien das vergangene als "gutes Jahr". Auch Skulpturen-Gastspiele auf Zürcher, Genfer und Berner Plätzen seien sehr gut angekommen.

Anhaltender Zuspruch aus dem Ausland

Von den Ausstellungen lockten zwei mehr als 100'000 Besucherinnen und Besucher an: Die Ausstellung zum Spätwerk von Ferdinand Hodler besuchten 147'332 Schaulustige, und bei der Max Ernst-Retrospektive - der mit 1,9 Millionen Franken Kosten teuersten Sonderschau - waren es 108'691. Noch bis zum 2. Februar dauert die grosse Ausstellung mit Werken von Thomas Schütte.

214'160 Besucherinnen und Besucher kamen aus dem Ausland: Deren Anteil stieg weiter auf 64,02 Prozent (Vorjahr: 63,9 Prozent). Unter den Herkunftsländern am stärksten vertreten waren nach wie vor Deutschland mit 23,4 und Frankreich mit 21,3 Prozent. Im 16. Jahr seines Bestehens begrüsste das Museum 2013 im übrigen seine fünfmillionste Besucherin.

In den Genuss von Werken der Sammlung des Museums kamen zudem Kunstinteressierte auch anderswo: Insgesamt 100 Werke lieh die Fondation 2013 nach Europa und Übersee aus. Dabei steuerte sie allein 32 Werke zur grossen Picasso-Retrospektive des Kunstmuseums Basel im vergangenen Frühjahr und Sommer bei. Umgekehrt profitiert auch die Fondation jeweils von auswärtigen Leihgaben.

Mäzene-Stiftungen tilgen Betriebsdefizite

Der Ertrag aus Eintritten betrug letztes Jahr 4,4 Millionen Franken (Vorjahr: 5 Millionen Franken). Um 6,3 Prozent auf 5,1 Millionen Franken legte der Ertrag aus Sponsoring und Zuwendungen zu; seit 2008 beträgt die Zunahme gar über 150 Prozent. Die öffentliche Hand unterstützte das Museum mit gegen 4 Millionen Franken, die Hälfte davon vom Kanton Basel-Stadt.

Unter dem Strich verblieb der Fondation Beyeler, die 172 Personen beschäftigt, davon 66 fest angestellte, ein nicht beziffertes Betriebsdefizit, das die Hansjörg Wyss Foundation und die Beyeler-Stiftung trugen. Auch in Zukunft werde man auf diese beiden Stiftungen angewiesen sein, sagte der kaufmännische Direktor James Koch.

Dennoch konnten laut Keller einige Preziosen eingekauft werden, darunter Werke von Louise Bourgeois, Günther Förg und Roy Lichtenstein. Als neue Dauerleihgaben nannte er überdies Werke unter anderen von Max Ernst, Maurizio Cattelan, Jeff Koons und Mark Rothko.

2014: Highlights mit Richter und Courbet

Für 2014 kündigte die Fondation Beyeler Highlights namentlich mit Gerhard Richter und Gustave Courbet an. Richter widmet das Museum vom 18. Mai bis zum 7. September dessen bisher grösste Ausstellung in der Schweiz. Im Zentrum der am 7. September folgenden Courbet-Schau steht dessen berühmtes Gemälde "L'origine du monde".

Den Auftakt macht indes schon am Sonntag eine Ausstellung mit Werken des französischen Symbolisten Odilon Redon, die bis zum 18. Mai dauert. Die Daros Latinamerika Collection zeigt vom 21. Februar bis zum 27. April eine Werkauswahl zur Gegenwartskunst. Am 23. November folgt eine Schau mit Werken des britischen Malers Peter Doig.

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