«Die Idee ist bei einem Glas Rotwein entstanden», sagt Thomas Dürr. Der CEO von Act Entertainment organisiert für diesen Sommer 26 Festivals und zahlreiche Konzerte. Ein besonderes und neuartiges Projekt haben sich Dürr und Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler, gemeinsam ausgedacht. Mit der Konzertreihe «Velvet» verbinden der Eventveranstalter und der Museumsdirektor Musik und bildende Kunst.

Während der Art 44 Basel wird die deutsche Band Element Of Crime in einem Spiegelzelt im Sarasinpark in Riehen zwei Konzerte geben. Neben den Instrumenten bringen die Musiker ihre persönlichen Kunstsammlungen mit. Diese werden in der Orangerie, einem Pavillon im Sarasinpark, ausgestellt. «Das alles kommt mit – aus dem Wohnzimmer in die Schweiz und zurück», so der Titel der exklusiven Ausstellung.

Von einem kleinen, intimen und einmaligen Erlebnis spricht Thomas Dürr. «Klein», da es am Konzert Platz gibt für rund 400 Besucher und die Ausstellung überschaubar ist. «Intim», da die Musiker Kunst aus ihrem privaten Umfeld zeigen. «Einmalig», da die Künstler ihre Sammlungen nach der Ausstellung wieder zurück ins Wohnzimmer hängen. «Einmalig» aber auch, da Element Of Crime in Riehen kein Standardprogramm spielen wird, sondern eine Auswahl von Songs zusammenstellt, welche die Musiker mit Kunst verbinden.

Freiräume für Künstler

Per Skype live zur Medienkonferenz zugeschaltet bestätigt Gitarrist Jonas Ilja, dass die Band das genaue Programm noch nicht festgelegt habe: «Wir werden noch gucken, was wir da genau machen», sagt er – und verabschiedet sich mit den Worten «bis bald».

Element of Crime: Am Ende denk ich immer nur an dich

«Es gibt ein Experiment», sagt Museumsdirektor Sam Keller. Den Musikern sollen Freiräume gelassen werden. «Sie haben Freude daran, wenn sie für etwas angefragt werden, das nicht in ein Schema passt.»

Ob nach diesem Konzept weitere Konzerte aufgegleist werden, steht noch offen. Zwar sprechen die Initianten von einer «Konzertreihe» – ein zweites Projekt steht aber noch nicht fest. «Wir warten erst einmal die Resonanz ab», erklärt Dürr.

Teurer «Traum» erfüllt sich

Für den Veranstalter erfüllt sich mit Velvet ein Traum, der nicht ganz günstig ist. «Die Kosten sind hoch», sagt der Organisator. Die Ticketpreise liegen zwischen 90 und 125 Franken, würden aber nur marginal zur Deckung der Kosten beitragen. Wie dieses «besondere» Konzert beim Publikum ankommt, ist für Dürr schwierig abzuschätzen: «Es ist ein Event, der eine Erklärung braucht.»

Velvet, Live Music & Art Show:

Konzerte: 15. und 16. Juni

Ausstellung: 12. bis 16 Juni