Messe

Forderung kommt für SP nicht infrage – sie kämpft für ihre Regierungsmitglieder

Die gediegene Atmosphäre täuscht über die triste Gegenwart der Baselworld hinweg.

Die GLP fordert in einer Interpellation die Regierung dringlich auf, ihre Strategie offenzulegen.

Für die Basler SP kommt die Forderung der Grünliberalen nicht infrage. Wegen «schwerwiegenden Interessenkonflikten» verlangt die GLP in einem Vorstoss den Rücktritt der beiden SP-Regierungsmitglieder Eva Herzog und Christoph Brutschin aus dem Verwaltungsrat der MCH Group. Die Sozialdemokraten wollen davon nichts wissen. In einer Medienmitteilung weisen sie zudem die zweite GLP-Forderung zurück, die 33,3-Prozent-Beteiligung des Kantons an der Messe baldmöglichst abzustossen.

Zwar anerkennt die SP «die Schwierigkeiten, mit denen sich die Messe konfrontiert sieht». Gleichzeitig aber warnt die Partei davor, das Kind mit dem Bad auszuschütten. «Die Messe ist für Basel-Stadt volkswirtschaftlich relevant. Der Kanton darf deshalb seine Beteiligung und Mitsprache nicht aufgeben», schreibt die Partei.

Die Messe sei aufgrund von Marktveränderungen vor strategische und finanzielle Herausforderungen gestellt. Sie müsse sich neu aufstellen. Basel-Stadt habe «ein vitales Interesse», die Beteiligung der Messe zu halten. Die SP wirft der GLP vor, die «relevante volkswirtschaftliche Bedeutung» der Messe zu verkennen.

«Der Zweck der Beteiligung ist nicht die Rendite, sondern dass der Standort Basel ein guter Handels- und Kongressstandort sein kann», so die SP. Das liege im volkswirtschaftlichen Interesse des Kantons, hält die SP fest. Am Rekord an Logiernächten, den Basel-Stadt im vergangenen Jahr zum 13. Mal in Folge verzeichnet habe, hätten auch die Messen und Kongresse ihren Anteil.

Autor

Daniel Ballmer

Daniel Ballmer

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