US-Modekette

Fossil-Uhrenproduktion baut rund 45 Stellen ab

Die Fossil-Gruppe ist von dem allgemein schwierigen Marktumfeld im Geschäft mit Swiss-made-Uhren betroffen.

Die Fossil-Gruppe ist von dem allgemein schwierigen Marktumfeld im Geschäft mit Swiss-made-Uhren betroffen.

Die US-Modekette, die Uhren in der Schweiz produziert, leidet unter der schwachen Nachfrage und baut 30 Stellen bei ihrer Firma Antima in Biel ab und je acht bei ihren Firmen in Manno TI und Glovelier JU.

Die Fossil-Gruppe ist von dem allgemein schwierigen Marktumfeld im Geschäft mit Swiss-made-Uhren betroffen, heisst es in einer Medienmitteilung. So hat sich Burberry dazu entschieden, sich auf  sogenannte „Soft Products“ zu fokussieren und sich aus dem Uhrengeschäft zurückzuziehen. Eine zweite Marke, die Tory Burch, plant, sich mit ihren Uhren neu in einem tieferen Preissegment anzusiedeln. Am Donnerstag informierte die Antima SA, die unter anderem Design und Prototyping für die beiden Brands Burberry und Tory Burch erstellt, ihre Angestellten über ihre Absicht, aufgrund der veränderten Auftragslage mit ihren Lizenzmarken Burberry und Tory Burch ca. 30 Stellen abzubauen. Die Antima SA leite nun das entsprechende Konsultationsverfahren ein. Ein Sozialplan werde derzeit ausgearbeitet.

Die Firma Swiss Technology Production (STP) SA in Manno ist eine Uhrwerkmanufaktur, die Swiss Technology Components (STC) SA in Glovelier stellt Uhrengehäuse und –komponenten her.

Die Entwicklungen im Swiss-made-Geschäft habe keinen Einfluss auf den Standort Basel in seiner Funktion als europäischer Hauptsitz, heisst es dort. Das neue Gebäude des Europa-Sitzes wurde erst im Frühling in Betrieb genommen.

Das Engagement und die Strategie der Fossil Gruppe im Bereich Swiss-made-Uhrenherstellung seien langfristiger Natur. Die Fossil Gruppe sei vom Potenzial dieses Marktsegments überzeugt und habe erheblich in die Produktion von Swiss-made-Uhren investiert. Die Fossil Gruppe ist zuversichtlich, dass sich das Marktumfeld für Swiss-made-Uhren wieder verbessern wird. Die geplanten Massnahmen dienen dazu, die Situation mit Blick auf den langfristigen Erfolg zu stabilisieren und langfristig zu sichern.

Ausblickend auf den Rest des Jahres, vor allem im Hinblick auf das vierte Quartal, erwartet Fossil Group Europe eine Rückkehr zu Wachstum. Dies insbesondere durch die breitere Lancierung von 'Wearable'-Produkten auch im Lizenzgeschäft. Zudem wurde erst kürzlich der selektive Vertriebsvertrag erweitert, um dem veränderten Kaufverhalten der Konsumenten im Internet gerecht zu werden. In einem ersten Schritt werden die Produkte in Deutschland, England und Frankreich direkt über Amazon angeboten.

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Autor

Stefan Schuppli

Stefan Schuppli

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