Ich mache mich auf zu einem verborgenen Juwel: dem "Artigiano Café". Ich bin sicher, das kennst nicht mal du Romeo, ha, ha. Es liegt hinter Basels Amüsiermeile, der Steinen, am Birsigparkplatz. Das "Artigiano Café" ist das verborgene Juwel von Mario di Prete, der hier seit über 3 Jahren Gäste empfängt. Wobei: Die Bezeichnung Café sprengt dabei die landläufige Ansicht, es gebe hier nur Heiss- und Kaltgetränke, im Besten Fall noch Süssspeisen. 

Ganz im Gegenteil: Neben den parkierten Autos aller Nationen serviert der Pugliese vor breitem Schaufenster in typisch italienischem Ambiente (man muss es mögen!) eine wahrhaftig handwerkliche, hochauthentische süditalienische Küche.

Er und sein Team machen wirklich alles selbst, nirgendwo Convenience.

Am bullernden Pizzaofen und in der kleinen Küche werden die Pizze, Pasta, Meeresfrüchte und Secondi (Fisch und Fleisch) schnell und live hergestellt. Man kann dem fröhlichen Pizzaiolo sogar über die Schulter schauen. Die resolute Kellnerin belebt den Laden und ist auch für Sonderwünsche und kleine Menuänderungen offen.

Aus der Menukarte landen auf unserem Tisch: Bruschette aus knusprigem Pizzateig (fruchtige Tomätchen, bissiger Ruccola und samtiges Olivenöl) Pizzateig mit knusprigem, nicht zu dicken Boden, (innen) cremiger Mozarella di Buffala und ein guter Primitivo di Manduria als Hauswein. Und dann noch der Risotto allo scoglio, wie man mir sagte, ein typisches Gericht des Hauses: Ganz viel Meer(esfrüchte), Weisswein, Knoblauch, Peterli und Olivenöl und grad richtig viel sämige Risotto. Hat gemundet!

Ach ja: Die Weinkarte ist gut gefüllt (sogar mit Bildli für die Lesefaulen) und für Schweizer Verhältnisse preiswert.