Basel

Französischer Achter gewinnt zweite BaselHead mit Streckenrekord

10 000 Zuschauer entlang der Strecke zwischen der Klingental-Fähre und dem Birsfelder Kraftwerk freuten sich über hochstehenden Rudersport an der zweiten BaselHead. Am schnellsten und damit auch Tagessieger wurde der Achter von Pôle France Nancy.

Basel und sein Rhein zeigten am Samstag ihr Sonntagsgesicht. Stahlblauer Himmel, trotz leichter Bise frühlingshafte Temperaturen und ein «Bach» mit extrem niedrigem Pegelstand stachelten die Teilnehmer an der BaselHead-Trophy richtiggehend zu Höchstleistungen an. So gesehen war der neue Streckenrekord von 19 Minuten, 16 Sekunden und 68 Hundertstel, um rund drei Minuten schneller als bei der Premiere im vergangenen Jahr, keine wirkliche Überraschung.

Diese schnellste Zeit und damit auch den Tagessieg erruderte sich der Achter von Pôle France Nancy in der Kategorie Männer Elite. Die Franzosen besiegten das extra für diesen Basler Ruderanlass zusammengestellte Boot des Schweizerischen Ruderverbandes um minimale 1,65 Sekunden! «Es ist schon bitter, wenn man wegen einer Winzigkeit nur Zweiter wird. Trotzdem dürfen wir mit unserer Leistung mehr als zufrieden sein» sagte nach dem Rennen Lokalmatador Simon Niepmann. Diese Aussage wird insofern bestärkt, als der Teamleader des Schweizer Achters und in den letzten Jahren beste eidgenössische Ruderer André Vonarburg krankheitshalber kurzfristig hatte Forfait geben müssen.

Sieg für Blauweiss Basel

Nicht ganz so knapp war der zeitliche Zieleinlauf bei der Frauenelite. Die Vorjahressiegerinnen vom RC Blauweiss Basel verwiesen die Tschechinnen von VK Slavia Prag mit einem Vorsprung von acht Sekunden auf den zweiten Platz. Ebenfalls ihren Titel verteidigen konnten die Männer vom RC Rheinfelden (Deutschland) in der Masters Kategorie.
Vorentschieden wurde dieses Verfolgungsrennen in den sechs Kategorien über 6,4 km bei der 180 Grad-Wende beim Birsfelder Wehr. Trotz vieler Positionskämpfe kam es zwischen den insgesamt 53 teilnehmenden Booten zu keiner einzigen Kollision.

Spannende, hochstehende Rennen

Überhaupt durften sich die fast 10 000 Zuschauer entlang der Strecke zwischen der Klingental-Fähre und dem Birsfelder Kraftwerk über spannenden und hochstehenden Rudersport freuen. Die über 500 Aktiven gaben auf der für sie drei Mal längeren Distanz als bei einer normalen Regatta alles und erreichten das Ziel meist völlig ausgepumpt. Mehr als zufrieden war auch Co-Präsident Martin Steiger, der im Zielgelände auch den Basler Sportminister Christoph Eymann begrüssen durfte, mit dem Grossanlass:» Ich bin völlig überwältigt. Es hat einfach alles geklappt. Herrliche Bedingungen, unfallfreie und spannende Rennen mit viel Publikum. Es war beste Werbung für unsere, sonst eher etwas im Schatten stehende, Sportart.»
Für Spannung im nächsten Jahr ist auch schon gesorgt. Dann wird nämlich das die beste Gesamtpunktzahl der Trophy-Wertung aufweisende Team mit einem neuen Achterboot, nach Hause fahren.

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