Eigentlich würden in Basel-Stadt die Löhne ausschliesslich nach der Funktion festgelegt. Daher seien die nach einem Bundessystem erfassten 2,4 Prozent Differenz nicht durch Variablen zu erklären, sondern «wahrscheinlich auf das Geschlecht zurückzuführen». Im Bundes-Beschaffungswesen gelte übrigens eine Toleranzschwelle von 5 Prozent Lohndifferenz.

Die Regierung vermutet die Ursachen der Differenz bei der Einstufung innerhalb der Lohnklassen. Die Lohnklassen respektive -stufen würden bei Eintritten aufgrund der bisherigen Berufs- und Lebenserfahrung berechnet. Je mehr beides der neuen Aufgabe in der kantonalen Verwaltung entspricht, desto höher falle die Lohnstufe aus.

Unterbrüche und betriebsfremde Tätigkeiten führten hingegen zu tieferer Einstufung. Dies könne etwa mit Familien- oder Betreuungsarbeit geschehen. Dem will die Regierung entgegenwirken, indem bei der Einstufung kleine Teilzeitpensen höher angerechnet werden und Familienarbeit doppelt so hoch wie bisher berücksichtigt wird.