Flüchtlingshilfe

Freiwillige aus beiden Basel sollen Flüchtlingen im Alltag helfen

Die Flüchtlinge sollen von Freiwilligen zum Beispiel zum Elternabend begleitet werden. (Archiv)

Die Flüchtlinge sollen von Freiwilligen zum Beispiel zum Elternabend begleitet werden. (Archiv)

Baselland und Basel-Stadt gleisen beide Projekte auf, bei denen es darum geht, Flüchtlingen im Alltagsleben zu helfen. Dazu werden Freiwillige vermittelt, die ihnen ein bis zwei Jahre lang zur Seite stehen. Es meldeten sich schon über 60 Freiwillige.

In den beiden Basel sollen künftig Freiwillige Flüchtlinge bei der Bewältigung des Alltags unterstützen. Sowohl der Kanton Baselland wie auch Basel-Stadt starten im Oktober entsprechende Projekte, für die noch Helferinnen und Helfer gesucht werden.

Baselland spannt für sein Projekt «Salute» mit dem Roten Kreuz zusammen. Dieses bereitet Freiwillige auf ihre Aufgabe vor und steht ihnen auch während des Einsatzes zur Seite. Der Kanton seinerseits vermittelt in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Flüchtlingsfamilien, die sich freiwillig begleiten lassen möchten, wie die Finanz- und Kirchendirektion Baselland am Donnerstag mitteilte.

Schon zahlreiche Interessierte

Nach Auskunft von Rolf Rossi, dem Leiter des Baselbieter Sozialamts, haben sich bereits 60 bis 80 Personen gemeldet, die sich als Gotte oder Götti von Flüchtlingen zur Verfügung stellen wollen. Damit sich ein Vertrauensverhältnis bilden kann, werde ein längerfristiger Einsatz von ein bis zwei Jahren angestrebt, sagte Rossi auf Anfrage.

Die künftigen Paten sollen die Flüchtlingsfamilien etwa bei Behördengängen begleiten oder mit ihnen an einen Elternabend in der Schule gehen. Auch die Aufklärung über die Regeln bei der Entsorgung von Abfall oder der Benützung des öffentlichen Verkehrs könnte zu ihren Aufgaben gehören.

Rossi, der im Kanton Baselland auch die Koordinationsstelle für Asylbewerber leitet, hofft auch auf gemeinsame Freizeitaktivitäten von Paten und Flüchtlingen. Das Projekt soll das gegenseitige Vertrauen fördern, Vorurteile abbauen und die Integration beschleunigen. Als positiver Nebeneffekt dürfte «Salute» auch die Sozialdienste der Gemeinden entlasten, sagte Rossi.

Basel-Stadt mit ähnlichem Projekt

Der Kanton Basel-Stadt startet am 1. Oktober ein ähnliches Projekt unter dem Titel «Freiwillige für Flüchtlinge» (FFF), wie das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt ebenfalls am Donnerstag bekannt gab. Für das Projekt wurde die Offene Kirche Elisabethen mit der Bildung einer Koodinationsstelle beauftragt.

Im Dezember wird zudem in Basel im Auftrag des Kantons die Kontaktstelle «Wohnraum für Flüchtlinge bei Privaten» bei der GGG eröffnet. Sie nimmt Wohn-Angebote entgegen und vermittelt sie an Flüchtlinge, die in kantonalen Asylstrukturen untergebracht sind.

Die Kontaktstelle wird eng mit der Sozialhilfe zusammenarbeiten. Diese betreut derzeit rund 1200 Asylsuchende, wie es im Communiqué heisst.

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