Lieber Leser, Sie sind nicht alleine. Auch auf unserer Redaktion sind einige Kollegen aufgeschreckt, als sie realisiert haben, dass dieses Wochenende die Fristverlängerung für die Steuererklärung ausläuft. Und tatsächlich: «Der Anteil der Personen, die die Steuererklärung 2017 noch nicht eingereicht haben liegt bei 29 Prozent», teilte Marc Enz von der Steuerverwaltung Basel-Stadt Mitte Woche auf Anfrage mit. Dies entspreche dem langjährigen Trend. Erfahrungsgemäss gebe es aber eine Reihe Baslerinnen und Basler, welche ihre Unterlagen auf den letzten Drücker einreichen, sagt Enz. «Vorsichtig geschätzt sollte die Eingangsquote am Montag rund 78 bis 80 Prozent erreichen.» Sprich: Jeder fünfte Basler schafft es während neun Monaten nicht, seine Steuererklärung auszufüllen. Und jeder zehnte nur auf den letzten Drücker.

Wird die Steuererklärung nicht termingemäss abgegeben, wird eine Mahnung in der Höhe von 40 Franken erhoben. Zur Erinnerung: Die erste Verlängerung der Frist für die Abgabe der Steuererklärung von Ende März auf Ende September kann in Basel gratis beantragt werden. Das entsprechende Schreiben liegt jeweils bereits bei. Nach der zweiten Mahnung schafft die Steuerverwaltung dann Fakten. Die Säumigen werden eingeschätzt, sprich es wird basierenden auf früheren Angaben ein geschätzter Betrag in Rechnung gestellt.

Keinen Mehraufwand

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, die Frist, für eine Gebühr von 40 Franken noch einmal bis Ende Jahr zu verlängern. Dann allerdings wird es schwierig: «Eine Fristverlängerung über das Abgabejahr hinaus wird nur bei Vorliegen triftiger Gründe und bei Leistung einer angemessenen Vorauszahlung bewilligt», erklärt Enz.

Übrigens: Abgesehen vom Postverantwortlichen, der diese Tage rund einen Zehntel aller Steuererklärungen aus dem Briefkasten des Finanzdepartements einsammeln muss, haben die Spätausfüller keine negativen Folgen: «Die Arbeitsbelastung der Steuerverwaltung ist durch diese spät eingereichten Steuererklärungen nicht beeinflusst, weil die Arbeiten an einem Steuerjahr über zwölf Monate verteilt erledigt werden und auch die Ressourcen dafür auf die Arbeitslast eines Jahres ausgerichtet sind», so Enz.