Gastronomie

Früher Industriehalle, heute Event-Location: Im «Alten Kraftwerk» gibt es bald Public Viewing

Christian Range, ex Betreiber der E-Halle, erfüllt sich mit dem eigenen Eventlokal einen Lebenstraum. Kenneth Nars

Christian Range, ex Betreiber der E-Halle, erfüllt sich mit dem eigenen Eventlokal einen Lebenstraum. Kenneth Nars

Für 800'000 Franken hat der Gastronom Christian Range das 108 Jahre alte Gebäude des Alten Kraftwerks in Basel in ein Eventlocal umbauen lassen – schon jetzt läuft der Betrieb rund.

Für Christian Range war es Liebe auf den ersten Blick. Bei der ersten Besichtigung der alten Industriehalle an der Birsstrasse 301 schlug der Gastronom zu und unterschrieb sofort einen Vorvertrag.

Wo früher Generatoren hergestellt und Transformatoren gelagert worden sind, wird heute gefeiert, getanzt und gegessen. Für Range war der Name «Altes Kraftwerk» wegen der Vorgeschichte des 108-jährigen Gebäudes schnell klar. Nach der Nutzung durch die Haefely AG bis in die 90er-Jahre diente es noch einige Jahre als Transformatorenstation der Firma Siemens.

Für Christian Range kam von Anfang an nur ein Gebäude infrage, das eine Geschichte erzählt: «Die Gäste sollen sich vorstellen können, wie hier früher gearbeitet worden ist.» Auch wegen Ranges hohen Ansprüchen dauerte seine Suche nach dem perfekten Eventlokal ganze drei Jahre.

Nächsten Monat lässt Range die alten Zeiten des NT-Areals aufleben, mit einem «legendären WM-Public-Viewing». Die Anlässe seien damals sehr beliebt gewesen. «Team und Konzept sind gleich wie damals», sagt Range. «Wir hoffen, dass die Leute auch ins Kraftwerk kommen.»

Wie die E-Halle – nur anders

Für Range ist es sehr wichtig, dass die Authentizität des Industriegebäudes erhalten bleibt. An den Böden wurde nichts verändert, und einige der alten Maschinen behielten ihren Platz. Obwohl die Räume möglichst im Ur-Zustand belassen werden sollte, brauchten Range und seine Helfer fast einen Monat für die Reinigung. Die Umbau-Arbeiten kosteten ihn insgesamt rund 800 000 Franken. Bei Möbeln und Einrichtung setzt er als Kontrast zum Industrie-Flair auch auf modernes Design.

Der Gastronom hat langjährige Erfahrung im Event-Bereich. Auf dem NT-Areal auf der Erlenmatt betrieb er drei Jahre lang als Zwischennutzung die beliebte E-Halle. «Es gibt in Basel ein grosses Bedürfnis nach einem solchen Angebot», begründet Range den Entscheid.

Es läuft bereits rund

Seit vergangenem August läuft nun der Betrieb im Alten Kraftwerk, und es läuft gut. «Ich kann nicht klagen», bestätigt Christian Range. Drei bis vier grosse Veranstaltungen pro Monat seien ungefähr die Regel. Manche buchen schon ein Jahr im Voraus, andere eine Woche. «Heute muss man flexibel sein», sagt Range. «Innerhalb von 24 Stunden kann ich problemlos einen Event auf die Beine stellen.»

Im alten Kraftwerk bietet er einen Rundum-Service inklusive Catering und Reinigung an. Für dieses Paket bezahlt man als Kunde mindestens 120 Franken pro Person. Im Team des Gastronomen arbeiten zwei Köche und zwei Mitarbeiter in der Administration. Dabei ist Christian Range nicht nur offen für grosse Firmenfeiern und Hochzeiten, sondern genauso für Vereine und junge Künstler. «Gerne unterstütze ich Vereine und kulturelle Anliegen, wenn ich freie Kapazitäten habe.»

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