Zoo Basel
Fuchsbandwurm: Der Basler Zolli trauert um Gorilla Kisoro

Der Zolli trauert um den Gorillamann Kisoro. Er verstarb in der Nacht auf Samstag im Zoo Basel. Das Affenhaus wurde geschlossen, damit die Gorillagruppe im Ruhe Abschied nehmen kann.

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In der Nacht auf Samstag, den 24. Mai, ist im Zoo Basel der Gorillamann Kisoro (25) verstorben.
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Kisoro war ein eher zurückhaltender und scheuer Silberrücken.
Jedoch zögerte er nie, die Gorillafrauen zu beschützen, wenn er sie in Gefahr wähnte.
Mit seiner diplomatischen Art schlichtete er Streitigkeiten in der Gruppe sehr geschickt.
Gorilla Kisoro ist tot
Bis Herbst 2013 zeigte er keine Symptome. dann magerte er immer mehr ab und wurde zunehmend schwächer.
Das Affenhaus wurde geschlossen, damit die Gorillagruppe in Ruhe Abschied nehmen konnte.
Das Pflegerteam und die Verantwortlichen des Zoo Basel trauern um die markante Gorillapersönlichkeit.

In der Nacht auf Samstag, den 24. Mai, ist im Zoo Basel der Gorillamann Kisoro (25) verstorben.

Zoo Basel

Der Zoo Basel trauert. Der 25-jährige Gorilla Kisoro verstarb in der Nacht auf Samstag. Die Tierpfleger fanden den Silberrücken am Samstagmorgen tot in seinem Gehege. Aus Rücksicht vor der trauernden Gorillagruppe ist das Affenhaus vorübergehend geschlossen.

Fuchsbandwurm

Gorillas sind wie der Mensch Fehlzwischenwirte, welche durch Aufnahme von Bandwurmeiern aus mit Fuchskot kontaminierten Nahrungsmitteln infiziert werden können.

Die Fuchsbandwurminfektion führt bei Mensch und Affen zu einer lebensbedrohlichen, tumorähnlichen, langsam fortschreitenden Erkrankung der Leber.

Eine direkte Ansteckung zwischen Gorillas oder Gorillas und Menschen ist nicht möglich.

Kisoro litt unter dem Befall von Fuchsbandwurm, wurde in den letzten Monaten immer schwächer und magerte stark ab, wie der Zoo Basel am Mittwoch mitteilte. Der schwer kranke Menschenaffe hatte seit einigen Tagen nur noch sehr wenig gegessen, akzeptierte aber bis zuletzt die ihm verschriebenen Schmerzmittel.

Kisoro war ein eher zurückhaltendes und scheues Oberhaupt. Er hatte nur zwei Kinder - bei der letzten Untersuchung stellten die Tierärzte fest, dass er unfruchtbar geworden war.

Seit bei einer Ultraschalluntersuchung 2010 bekannt wurde, dass Kisoro mit Fuchsbandwurm infiziert war, bekam er Medikamente, welche die Erkrankung am Fortschritt hindern sollten, heisst es in der Mitteilung weiter. Bis Herbst 2013 zeigte er keine Symptome, doch dann wurde er immer schwächer. Seit November ist klar, dass er die Krankheit nicht überleben würde.

Die Tierärzte wollten dem Affen würdige letzte Monate bescheren und konnten ihn mithilfe von Ärzten und Ernährungsberatern, die auf Fuchsbandwurm-Erkrankungen beim Menschen spezialisiert sind, bei seiner Gruppe lassen.

Laut der Zoo-Mitteilung hat sich Kisoro mit grösster Wahrscheinlichkeit vor fünf bis 15 Jahren durch mit Fuchskot kontaminiertes Futter angesteckt. Als Sicherheitsmassnahme wird das Futter der Menschenaffen seit 2011 in einem mehrstufigen Prozess gewaschen und danach vier Stunden lang in einem Wärmeschrank bei 45 Grad erwärmt. Mit diesem Verfahren werden die Fuchsbandwurmeier abgetötet. (zam)

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