Fünf statt sieben Departemente. Eine solche Reduktion der Basler Regierung forderte der FDP-Grossrat Christian Moesch in einer Motion. Konkret stellte er die Existenzberechtigung des Gesundheitsdepartement infrage. Dieses sei durch die Verselbstständigung der Spitäler auf 220 Mitarbeitende geschrumpft. Die staatlichen Museen könnten beispielsweise in gemeinnützige Stiftungen überführt werden.

Bei den Linken stiess die Idee auf wenig Gegenliebe. SP-Grossrat Thomas Gander meinte, der Schuss ginge nach hinten los. «Unsere Erwartung ist, dass das Gesundheitsdepartement die Kosten und die Überversorgung in den Griff bekommt.» Mit dieser grossen Aufgabe wäre es verfehlt, das ganze Departement abzuschaffen. Ähnlich hoch seien die Erwartungen an das Präsidialdepartement, das die Aufgabe habe, den ganzen Kanton zu vermarkten. Eher stelle sich die Frage, ob das Departement der Regierungspräsidentin mehr Kompetenzen brauche.

Moesch meinte, er sei sich bewusst gewesen, dass er mit seinem Vorstoss nicht nur Freunde gewinnen würde. «Ich spüre das Schaudern, wenn das Wort Reorganisation ausgesprochen wird», meinte er. Doch sei zehn Jahren nach der letzten Verwaltungsreorganisation eine neue nötig. «Das klingt, als wäre es nicht lange her – aber mit der Digitalisierung ist viel passiert in den letzten zehn Jahren.» Seine Worte blieben unerhört, die Linke schmetterte den Vorschlag ab. Genauso auch den Vorstoss von SVP-Grossrat Alexander Gröflin, der die Abschaffung des Präsidialdepartements forderte.