Sport

Für 21 Kilometer an eigenes Limit – Eine Klasse trainiert für den Marathon

Trainieren, trainieren, trainieren – auch wenn die Lust dazu mal fehlt.

Trainieren, trainieren, trainieren – auch wenn die Lust dazu mal fehlt.

Eine Schulklasse des Gymnasium Leonhard trainiert für den Halbmarathon in Kopenhagen. Am Dienstag absolvierte sie als Probetraining den Conconi-Test auf der Schützenmatte.

André Christ steht am Streckenrand und feuert seine Schülerinnen und Schüler an. Zu Beginn muss er sie etwas bremsen, am Schluss die letzten Reserven aus ihnen herauslocken. Fünf Monate vor dem grossen Ziel, dem Halbmarathon in Kopenhagen, trat die Schulklasse gestern zum Conconi-Test auf der Schützenmatte an.

Bei diesem müssen die Teilnehmer in vorgegebenen Tempi so lange laufen, bis sie nicht mehr können. Das Tempo nimmt laufend zu. Wer die nächstfolgende Markierung in der vorgegebenen Zeit nicht erreicht, muss aussteigen. Während des Tests werden regelmässig die Pulsfrequenzen gemessen und notiert. So erhalten alle Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Leistungsdaten.

«Wir brauchen eiserne Disziplin»

Der Conconi-Test am Dienstag stellte für die freiwilligen Teilnehmer der Klasse des Ergänzungskurses Biologie/Sport am Gymnasium Leonhard den ersten wichtigen Schritt in Richtung Halbmarathon in Kopenhagen im September dar. Schüler Jonas Eigenherr, der über das Projekt auch gleich seine Maturarbeit schreibt, wird für alle individuelle Trainingspläne verfassen und vereinzelt Trainings leiten.

Um die 21 Kilometer wirklich zu schaffen, müssen die Schülerinnen und Schüler auch selber regelmässig trainieren. Eigenherr ist optimistisch, dass es alle nach Kopenhagen schaffen werden, auch wenn er gestern noch starke Leistungsunterschiede feststellte. «Wir alle brauchen eine eiserne Disziplin.»

Der gestrige Conconi-Test zeigte den Schülerinnen und Schüler eindrücklich, was in den nächsten Monaten auf sie zukommt. Trainieren, auch wenn es regnet, wenn man eigentlich gar keine Lust dazu hat, wenn man doch lieber vor dem Fernseher chillen möchte. Zu Beginn zwei Trainings pro Woche, geht es auf den Halbmarathon zu, sind drei Laufeinheiten nötig, rechnet Biologielehrer André Christ vor.

Und dies alles in der Freizeit und individuell. Dazu kommt eine ausgewogene Ernährung und Krafttraining. «Wir verbinden Theorie und Praxis eines Halbmarathons und die dafür nötige Vorbereitung in einem grossen Projekt», erklärt Christ.

Sportlehrerin Patrizia Locher begleitet das Projekt im sportlichen Bereich. Gestern mahnte sie vor dem Conconi-Test eindringlich, auch wirklich an und über das eigene Limit zu gehen. «Nur so erhalten wir genaue Leistungsdaten, mit denen wir arbeiten können.» Es war am Dienstag spürbar, allen gelang dies nicht auf Anhieb. Der Regen trug seinen Teil dazu bei. Den inneren Schweinehund überwinden, dies müssen die Schülerinnen und Schüler in den nächsten Monaten aber öfters.

In den Tagen zuvor hat die Klasse Körperanalysen, spezifisches Lauftraining, um die optimale Körperhaltung zu finden, und auf Jogging zugeschnittenes Krafttraining absolviert. Diese Elemente werden weiterverfolgt. Schülerin Vorster freut sich auf die Herausforderung. «Ich jogge selber regelmässig. Mit dem Halbmarathon in Kopenhagen habe ich jetzt ein tolles Ziel vor Augen.»

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