Das Schiff «Lorin» darf auch in Grenzach-Wyhlen nicht bleiben. Zumindest nicht dauerhaft. Die Halterin des Frachters, die Basler Kunstschaffende Anmari Wili, hat vom Landrats-Amt Lörrach den Bescheid erhalten, dass sie den Liegeplatz per 11. August verlassen muss. Man habe ihr mitgeteilt, sagt Wili zur bz, dass am deutschen Ufer des Rheins keine Einzel-Liegeplätze zu vergeben wären.

Derzeit liegt sie mit dem 45 Meter langen Schiff an einer Anlegestelle unterhalb der AMW Betriebs GmbH, es handelt sich um ein Asphaltmischwerk mit Rheinzugang. Das Werk gehört der Schweizer Tozzo AG mit Standorten in Bubendorf, Basel, Zuchwil und Möhlin. Wohin die nächste Reise führt, weiss Wili noch nicht. Sie sagt, es seien diverse Gespräche im Gang, auch mit Basler Behörden.

Fixer Liegeplatz gesucht

Damit geht die Odyssee von «Lorin» und seiner Besitzerin weiter. Im Jahr 2009 kam die Pianistin mit dem zu einem Atelier auf dem Wasser umgebauten Schiff aus Holland in Basel an. Im Rheinhafen Kleinhüningen durfte sie jedoch nicht bleiben, ebenso wenig im Jachthafen Basel, dem Regioport.

So befestigte die Kunstschaffende «Lorin» an einem Notsteg in Huningue, wo er auch die meiste Zeit über blieb. In diesem Frühjahr gaben ihr die französischen Behörden jedoch zu verstehen, dass sie auch diesen Liegeplatz definitiv zu verlassen habe.

Jachthafen ist zu klein

Nach diversen Zwischenhalten im Auhafen Muttenz erteilten ihr die Schweizerischen Rheinhäfen die Erlaubnis, das Schiff vom 2. Mai bis zum 5. Juli an der Uferstrasse am Klybeck-Quai festzumachen. Diese Bewilligung war zeitlich befristet und an kulturelle Veranstaltungen gebunden, die während dieser Zeit im Frachtraum statt fanden. Nachdem Wili vergeblich um eine Verlängerung gebeten hatte, verliess sie die Uferstrasse am 8. Juli. Nach weiteren Zwischenstopps, unter anderem in Rheinfelden, vertäute sie den Frachter zuerst in Grenzach-Wyhlen an der Anlegestelle der Badischen Personenbeförderungs-Gesellschaft (BPG), diese liegt vis-à-vis vom Muttenzer Aufhafen. Nach ein paar Tagen wechselte sie rheinaufwärts zum Steg der AMW, wo «Lorin» noch immer fest gemacht ist.

In Grenzach-Wyhlen gibt es zwar beim Stausee oberhalb des Kraftwerks Birsfelden einen Jachthafen. Dieser sei jedoch für solch grosse Schiffe nicht geeignet, heisst es auf Anfrage der bz: Die Boote dürften nicht länger sein als 13 Meter.