Das elektronische Zeitalter macht auch vor dem Schulweg keinen Halt. Wer seine Kinder auf dem sichersten Weg zur Schule schicken will, findet ab Mitte August den sichersten Schulwege auf einem Online-Plan der Verkehrsprävention der Basler Kantonspolizei.

Der Plan soll gefährliche Strassenübergänge aufzeigen und damit Schülern, Eltern und verschiedenen Behörden helfen Unfälle zu vermeiden. Im vergangenen Jahr verunfallten in Basel 15 Kinder, die zu Fuss unterwegs waren. Aus der Statistik geht nicht hervor, wie viele davon auf dem Schulweg.

Weniger Unfälle in Zürich

Die Idee eines Online-Schulplans ist nicht neu, die Stadt Zürich hat ihn bereits 2009 eingeführt. In den vergangenen fünf Jahren hat man damit gute Erfahrungen gemacht. 2008 war die Unfallquote mit 34 Unfällen auf dem Schulweg hoch und «übliche Massnahmen, wie Verkehrsunterricht, waren ausgeschöpft», sagt Josef Larcher von der Schulinstruktion der Stadtpolizei Zürich.

Das System in Zürich ist einfach. Sämtliche Schulwege und heikle Stellen wurden nach Gefährlichkeit mit rot, gelb oder grün auf dem Online-Stadtplan der Stadt markiert. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden wurde die Verkehrsinfrastruktur wo nötig angepasst und gefährliche Strassenübergänge verbessert.

Die Massnahme zeigt Wirkung: Im vergangenen Jahr verunfallten «nur» noch 14 Kinder auf dem Schulweg, damit hat sich die Anzahl Unfälle auf dem Schulweg in fünf Jahren halbiert. Für den starken Rückgang in Zürich macht Larcher aber nicht nur den Onlineplan verantwortlich, auch die zusätzlichen Tempo 30 Zonen haben ihren Teil beigetragen.

In Basel ist man noch nicht so weit wie in Zürich. Zur Zeit sammelt die Verkehrsprävention Daten für den Online-Schulwegplan. «Nach den Sommerferien soll eine erste Version online gehen, die nur einen Überblick über Strassenübergänge auf den Schulwegen gibt. Als weiterer Schritt wird im Sommer 2015 die erweitere Version aufgeschaltet», sagt Polizeisprecher Andreas Knuchel. Die erweiterte Version zeigt den Schülern von seinem Standort den besten Weg in seine Schule. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 60'000 Franken.