Basler Stadtgärtnerei
Für die Notdurft hinter die Hecke: Neue Verbotsschilder wegen Bettelnden

Die Basler Stadtgärtnerei musste neue Verbotsschilder aufstellen. Grund dafür sind die Bettelnden in der Stadt. Denn von ihnen ist so einiges liegengeblieben.

Nora Bader
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Beim Bollwerk sticht ein neues Verbotsschild ins Auge – ein zweites steht bei der Elisabethen-Anlage.

Beim Bollwerk sticht ein neues Verbotsschild ins Auge – ein zweites steht bei der Elisabethen-Anlage.

Kenneth Nars

Seit in Basel nur noch das bandenmässige Betteln verboten ist, nimmt die Zahl derjenigen zu, die unter anderem von Rumänien nach Basel kommen, um zu betteln. Diese Menschen haben kein Dach über dem Kopf und müssen im Freien übernachten. Das wurde in letzter Zeit auch vermehrt zum Problem, weil vieles liegengeblieben ist. Nun hat die Stadtgärtnerei reagiert.

Wer in den letzten Tagen beim Bollwerk oder der Elisabethenanlage vorbeigekommen ist, dürfte sich über die neue Beschilderung der Stadtgärtnerei gewundert haben. Es handelt sich bei der Aktion um Verbotsschilder mit Hinweisen der speziellen Art: So ist hier explizit verboten, sich zu erleichtern.

Die Situation hat sich in letzter Zeit verbessert

Die Verbotsschilderstehen seit zwei Wochen da. «Der Grund dafür ist, dass die Gruppen an Bettelnden, die hier übernachten, sich oft in den Grünanlagen versäubern», sagt Yvonne Aellen von der Stadtgärtnerei. Wie viele Vorfälle es gegeben habe, kann sie nicht sagen. Seit die Tafel steht, könne die Stadtgärtnerei jedoch eine Verbesserung feststellen, so Aellen weiter. So hoffe man, die Situation in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Basel-Stadt wieder unter Kontrolle zu bringen.

Gut möglich, dass sich das Problem von alleine löst. Die Regierung hat sich letzte Woche für ein allgemeines Bettelverbot ausgesprochen. Bald muss das Parlament entscheiden.