Kantonsfusion
Fusions-Initiative läutet neues Kapitel in der Geschichte beider Basel ein

Die Fusions-Initiative für einen Grosskanton Basel macht grosse Fortschritte. Ein breit abgestütztes Co-Präsidium für ein Unterstützungskomitee mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur hat sich formiert.

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Die Initianten sehen in der unterschiedlichen Herkunft der Beteiligten die Bestätigung, dass die Akzeptanz des von den verschiedensten Kreisen vorgebrachte Anliegen einer Fusion der beiden Basel hoch ist.

Geplant sei es, am 3. August 2012 in beiden Kantonen eine Volksinitiative für die Kantonsfusion zu lancieren. Das Datum ist nicht zufällig gewählt, ist der 3. August der Jahrestag der Schlacht auf der Hülftenschanz.

Prominente Vertreter

Im Co-Präsidium sitzen je drei Vertreter aus beiden Kantonen: Aus Basel-Stadt Arbeitgeberpräsident Marc Jaquet, die ehemalige Regierungsrätin Barbara Schneider (SP) und der Präsident der AVO-Session Matthias Müller.

Auch das Baselbiet ist mit alt Nationalrätin Kathrin Amacker (CVP), dem ehemalige Regierungsrat Peter Schmid (SP) und dem CEO der Endress+Hauser-Gruppe, Klaus Endress im Co-Präsidium prominent vertreten. Zudem wird das Sekretariat von Lukas Ott geführt.

Für sie ist klar: Die Kantonsgrenzen entsprechen bezüglich Wirtschaft, Verkehr, Kultur, Wissenschaft und Sport nicht mehr der Lebenswirklichkeit. Es sei deshalb Zeit, auch die politischen Strukturen dieser Realität anzupassen.

Start mit Symbolcharakter

An besagtem dritten August soll die Kampagne mit einem Anlass im Merianpark Brüglingen gestartet werden. Der Jahrestag der Schlacht auf dem Hülftenschanz ist ein Datum mit hohem Symbolwert: Eben diese Schlacht besiegelte 1833 die Basler Kantonstrennung.

189 Jahre später, wollen die Initianten nun mit dem Start der Unterschriftensammlung den ersten Schritt einleiten, um ein neues Kapitel in der Geschichte der beiden Kantone zu beginnen. (agt)