Die neue Halle 1 verfügt über eine Bruttoausstellungsfläche von 38'000 Quadratmetern. Im Erdgeschoss befindet sich zudem eine multifunktionale Eventhalle. Messe-Verwaltungsratspräsident Ulrich Vischer zeigte sich vor den Medien erfreut darüber, dass der Kostenrahmen von 430 Mio. Franken eingehalten wurde.

Speziell am Bauwerk sind die drei quer übereinanderliegenden Stockwerke, eine rund 30 Meter grosse Öffnung auf den Messeplatz sowie die Fassade aus Stahlgeflecht. Zentral ist die überdeckte City Lounge, die ein neuer öffentlicher Raum werden soll. Dort sind auch mehrere Verpflegungsstätten geplant. Das Gebäude wurde vom Basler Architekturbüro Herzog und de Meuron konzipiert.

Das Gebäude werde analysiert und kritisiert, sagte Architekt Pierre de Meuron. Der Auftraggeber habe die Dimension des Hallenkomplexes bestimmt. Man habe bewusst keine monotone Industriearchitektur gewählt.

22 Monaten Bauzeit

Nach fünfjähriger Planung und Entwicklung sowie Volksabstimmungen in den Kantonen Basel-Stadt und Baselland starteten die Bauarbeiten im Juni 2010. Das Bauwerk wurde in 22 Monaten in drei Bauphasen erstellt. Während den grossen Messen mussten die Bauarbeiten ruhen. In Spitzenzeiten waren rund 1000 Arbeiter täglich auf der Baustelle beschäftigt.

Laut Vischer waren rund 200 Unternehmen auf der Baustelle engagiert. 66 Prozent davon stammten aus der Region, 23 Prozent aus der übrigen Schweiz und 11 Prozent aus dem Ausland. Vor allem die regionalen Firmen vergaben die Aufträge an Subunternehmer, wie Vischer sagte.

In der letzten Bauphase sorgten Verstösse gegen Arbeitsbestimmungen für Schlagzeilen. Alle Fälle würden bearbeitet, sagte Vischer.

Für den Aufbau der immensen Standbauten für die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld wird vorgesorgt: Laut Vischer werden mit den Sozialpartnern Verhandlungen geführt, weil bei diesen Arbeiten viele Handwerker aus dem In- und Ausland beschäftigt sein werden.

Laut Messe-CEO René Kamm beginnt Anfang März der Aufbau für die Weltmesse für Uhren und Schmuck. Für die Messe sei ein neues Konzept erstellt worden. Die Aussteller werden in die neuen Standbauten über 500 Mio. Franken investieren, sagte Kamm.