17 möblierte Wohnungen an bester Lage im Basler Stadtzentrum vermietet die Firma Hitrental mit Sitz in Luzern an Touristen und Kurzzeit-Aufenthalter. Das Geschäft lohnt sich: 452 Franken kostet auf airbnb.com eine Nacht im 3-Bett-Studio, zuzüglich Service-Gebühren und Gästetaxe. Die ersten Gästebewertungen stammen vom November 2018 – spätestens seit dann sind die Wohnungen auf diversen Vermittlungsplattformen gelistet.

Eine Bewilligung hat die Firma jedoch erst seit vergangener Woche. Am Mittwoch wurde die nötige Betriebsbewilligung im Kantonsblatt publiziert. Luzia Wigger, Leiterin des zuständigen Bau- und Gastgewerbeinspektorats, sagt: «Wir haben festgestellt, dass der Beherbergungsbetrieb ohne Betriebsbewilligung geführt wurde und haben den Betreiber aufgefordert, dies nachzuholen. Dem ist die Firma dann nachgekommen, worauf wir die Bewilligung erteilt haben.» Damit sei die Nutzung nun legal.

Wohnraumfördergesetz greift in diesem Fall nicht

Dass Wohnungen nicht zum Wohnen, sondern als Parahotellerie genutzt werden, ist eigentlich gemäss Wohnraumfördergesetz (WRFG) seit 2014 kaum mehr möglich. Unlängst hat das Appellationsgericht einen Entscheid der Baurekurskommission gestützt, der eine entsprechende Umnutzung verboten hatte.

Beim Parahotel am Rümelinsplatz 1 hingegen greift das WRFG kaum. «Die betroffene Liegenschaft war – ausser einer einzelnen Wohnung im obersten Geschoss – schon immer Gewerbefläche. Deshalb wurde die Nutzung als Beherbergungsbetrieb erlaubt», sagt Wigger. «Einzig für die Satellitenwohnung im fünften Stock wurde eine Ausnahmebewilligung für eine Zweckentfremdung erteilt.»

Hitrental vermietet in Basel auch an der Erlenmattstrasse möblierte Apartements. Dort ist es gemäss Bau- und Gastgewerbeinspektorat zulässig, weil die Anzahl realisierter Wohnungen höher ist als im Gesamtbebauungsplan vorgesehen.
Samuel Hufschmid