Denkmalschutz

Gebäude auf dem Basler Bruderholz neu im Denkmalverzeichnis

Das Gebäude an der Reservoirstrasse 240 auf dem Basler Bruderholz steht samt Garten neu unter Denkmalschutz.

Das Gebäude an der Reservoirstrasse 240 auf dem Basler Bruderholz steht samt Garten neu unter Denkmalschutz.

Die Liegenschaft an der Reservoirstrasse 240 auf dem Basler Bruderholz darf entgegen den Plänen der Eigentümerschaft nicht abgerissen werden. Die Basler Regierung hat den Bau neben dem Wasserturm ins kantonale Denkmalverzeichnis aufgenommen.

Das Wohnhaus mit dem ehemaligen Restaurant «La Torre» sei ein Zeugnis der Basler Sozial- und Kulturgeschichte und im Ensemble mit dem Wasserturm und der historischen Grünanlage auf dem Bruderholz städtebaulich wertvoll, teilte die Basler Regierung am Mittwoch mit. Das Gebäude verfüge ausserdem über eine identitätsstiftende Wirkung für das Bruderholz und verleihe dem Ausflugsort noch heute Anziehungskraft.

Unter Schutz steht das Äussere des Hauses und der Garten. Die Eigentümerschaft hatte gemäss Mitteilung die Streichung aus dem Inventar der schützenswerten Bauten gefordert, um das ehemalige Ausflugsrestaurant abbrechen und durch Neubauten ersetzen zu können.

Weil im Rahmen des Schutzvertrages keine Einigung erzielt worden sei, habe der Denkmalrat bei der Regierung die Eintragung der Liegenschaft an der Reservoirstrasse 240 ins Denkmalverzeichnis gefordert, heisst es weiter in der Mitteilung. Wie die Liegenschaft künftig genutzt werden soll, bleibe Sache der Eigentümerschaft.

Petition mit über 4'000 Unterschriften

Auch der Neutrale Quartierverein Bruderholz hatte sich gegen den Abbruch gewehrt und im September 2019 eine Petition mit über 4'000 Unterschriften eingereicht. Das Haus war 1925/1926 von den Architekten Rudolf Suter und Otto Burckhardt gebaut und über 25 Jahre als Kaffeehaus «Grand Café Batterie» genutzt worden.

In einer Stellungnahme  gegenüber dieser Zeitung begrüsste der Basler Heimatschutz die Unterschutzstellung. Zusammen mit der Freiwilligen Denkmalpflege hatte der Verein einen Wiedererwägungsantrag beim Denkmalrat gestellt, der das Gebäude ursprünglich aus dem Inventar schützenswerter Bauten entlassen wollte. Der Eigentümer, der laut Informationen der bz auf diverse Kaufangebote nicht eingetreten ist, hat die Möglichkeit, gegen den Regierungsentscheid zu rekurrieren. (sda/map)

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