Sicherheitsmängel

Gefährlich schlechter Zustand: Garagen auf dem Landhof geräumt

Mehrere Garagen beim Basler Landhof müssen gemäss Kanton aus Sicherheitsgründen geräumt werden.

Mehrere Garagen beim Basler Landhof müssen gemäss Kanton aus Sicherheitsgründen geräumt werden.

Der Kanton lässt mehrere Garagen auf dem Landhof-Areal räumen. Aus Sicherheitsgründen: Denn die zwölf Garagen befinden sich in einem so schlechten Zustand, dass gravierende Bedenken bestehen.

Das Basler Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) lässt Garagen auf dem Landhof-Areal aus Sicherheitsgründen räumen. Bei insgesamt zwölf Garagen seien gravierende Schäden und Sicherheitsmängeln zum Vorschein gekommen, berichtete das BVD am Freitag. Die an der Wettsteinallee und der Riehenstrasse stehenden Garagen seien in einem schlechten Zustand; die Statik und Elektrik müsse überprüft werden.

Die Dächer der Garagen sind laut Mitteilung stellenweise so stark beschädigt, dass Regenwasser eindringt. Die Garagen wurden vorwiegend von Freizeitvereinen genutzt. Die Mieterinnen und Mieter der Garagen wurden vorinformiert. Das ebenfalls sanierungsbedürftige Tribünengebäude ist von der Räumung nicht betroffen.

Bereits Zoff um unterirdisches Parking

Das Landhof-Areal steht bereits seit längerem im Zentrum unterschiedlicher Interessen. Im Januar 2018 hat die Regierung mit dem Ratschlag «Landhof für alle» Mittel für die Sanierung und Öffnung des Landhofs beantragt. Darin eingeschlossen ist auch die Schaffung von Ersatzräumlichkeiten. Der Antrag ist seither im Grossen Rat hängig.

Zu reden gibt ausserdem der Plan, ein unterirdisches Parking zu bauen. Vor zwei Jahren genehmigte die Regierung der Zum Greifen AG den Bauzuschlag. Der Bau sollte mit dem Projekt zur Neugestaltung des Landhofs koordiniert werden. Die Pläne stiessen im Quartier auf Widerstand. Vergangenes Jahr reichte die Interessengemeinschaft «Nein zum Quartierparking Landhof!» Einsprache ein, welche abgelehnt wurde.

Anwohner monierten, das geplante Parking widerspreche den Zielen zur Reduktion des motorisierten Verkehrs um zehn Prozent bis 2020 – und damit dem Umweltschutzgesetz. So müssten für die neuen Parkplätze oberirdisch gleich viele aufgehoben werden. Die Regierung habe den Verzicht auf eine Kompensation vor Ausschreibung des Baurechts willkürlich beschlossen, kritisierte die IG.

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