Gefährliche Verkehrssituationen
Weitere 214 Parkplätze müssen weichen: Basel-Stadt erhöht Sicherheit für Velos

Nachdem bereits im vergangenen Jahr 180 Parkplätze in der Stadt abgebaut wurden, folgen bis Ende Jahr 214 weitere. An einigen Stellen werden die Parkplätze durch einen Velostreifen ersetzt.

Laura Pirroncello
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Basel-Stadt baut weitere 214 Parkplätze ab und will so die Sicherheit für Velofahrende erhöhen.

Basel-Stadt baut weitere 214 Parkplätze ab und will so die Sicherheit für Velofahrende erhöhen.

Nicole Nars-Zimmer

Parkierte Autos, Trams, Velos. Diese Kombination kann schnell gefährlich werden. Denn in der Stadt gibt es zahlreiche Stellen, an denen zwischen den parkierten Autos am Strassenrand und den Tramgleisen nur wenig Platz ist. So geraten Velofahrende häufig in Bedrängnis.

Gemäss Mitteilung des Basler Bau- und Verkehrsdepartements entsprechen die genannten Stellen weder den geltenden nationalen Normen noch der Zielsetzung des Regierungsrates. Diese besage, dass sämtliche Strassen, auf denen auch Velos unterwegs sein dürfen, sicher gestaltet sein sollen.

Aus diesem Grund handelt jetzt das Bau- und Verkehrsdepartement: Es werden 214 Parkplätze abgebaut, die einen geringen Abstand zu den Tramgleisen haben. Dies sei eine wirksame, rasch umsetzbare und billige Massnahme, um die Sicherheit zu erhöhen, heisst es in der Mitteilung. Davon betroffen sind Parkplätze mit einem Abstand von weniger als 1.30 Meter zu den Gleisen und geltendem Tempo 50. Namentlich in der Adlerstrasse, der Allschwilerstrasse, der Neubadstrasse, der Neuweilerstrasse und der Thiersteinerallee. Wo es möglich ist, werde anstelle der Parkplätze ein Velostreifen markiert.

Insgesamt über 500 Parkplätze weniger

Es ist - wie im vergangenen Jahr angekündigt - die zweite Etappe, um Gefahrenstellen zu beheben. Bereits im vergangenen Jahr wurden 180 Parkplätze, bei welchen der Abstand einen Meter oder weniger betrug, abgebaut. Und auch im nächsten Jahr werden nochmals 130 abgebaut. Dabei handle es sich dann um Parkplätze mit einem Abstand zu den Gleisen von mehr als 1.30 Metern, die Sicherheitsanforderung würde aber 1.65 Meter verlangen.

Das Vorgehen des Kantons stehe im Einklang mit dem Entscheid der Basler Stimmbevölkerung, heisst es in der Mitteilung. Im Februar 2020 wurde die Initiative «Parkieren für alle Verkehrsteilnehmer» mit 57 Prozent abgelehnt.