Lange Erlen
Gefährliche Attacken: Dünne Seile über den Veloweg gespannt – zwei Velofahrer verletzt

Fies und gefährlich: Auf einem Veloweg in der Langen Erle hat ein Unbekannter dünne Seile gespannt. Zwei Velofahrer stürzten und verletzten sich.

Nicolas Drechsler
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Die Velofahrer stürzten wegen gespannten Seilen über dem Weg. (Symbolbild)

Die Velofahrer stürzten wegen gespannten Seilen über dem Weg. (Symbolbild)

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

«Das war kein Streich, sondern ein schweres Delikt», sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Peter Gill, zu den Vorfällen in den Langen Erlen. Zwei Männer wurden hier verletzt, weil Unbekannte Seile über den Veloweg gespannt hatten, der den Freiburgersteg und den Schorenweg verbindet.

Am Mittwochabend gegen 22 Uhr war ein Fahrradfahrer auf dem Veloweg unterwegs, als er hinter der Eisenbahnunterführung plötzlich zwei über den Weg gespannte dünne Seile sah. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft konnte der 51-jährige noch abbremsen, stürzte aber dennoch und verletzte sich dabei. Er konnte einen weiteren Radfahrer gerade noch rechtzeitig warnen, sodass dieser der Falle entging.

Kurze Zeit später sei bei der Polizei die Meldung eingegangen, ein weiterer Velofahrer, der auf dem selben Veloweg in Richtung Riehen unterwegs war, sei ebenfalls gestürzt. Auch er konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr einige hundert Meter von der ersten Seil-Falle entfernt in eine weitere. «Es ist grosses Glück, dass keiner der beiden schwer verletzt wurde», sagt Gill. Auch der zweite gestürzte Velofahrer konnte einen anderen Radler noch rechtzeitig vor der Gefahr warnen.

Der 56-jährige verletzte sich bei der Kollision und dem Sturz unter anderem am Hals. Auch deswegen ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht nur wegen «Störung des öffentlichen Verkehrs», sondern auch wegen eines zweiten schweren Delikts, nämlich Gefährdung des Lebens.

Fahndung bisher erfolglos

Die Staatsanwaltschaft sucht nun dringend Zeugen, die zwischen etwa 21 Uhr und 22 Uhr am Mittwochabend in den Langen Erlen jemanden gesehen haben, der mit dünnen Seilen unterwegs war. Oder gar beobachtet haben, wie diese gespannt wurden. An der ersten Unfallstelle wurden zwischen zwei Signaltafeln zwei Seile gespannt. An der anderen rund 400 Meter entfernten Stelle wurde ein Seil zwischen zwei Bäumen befestigt. Die Polizei habe in den Langen Erlen sofort nach Verdächtigen gefahndet, sei aber erfolglos geblieben. Genauere Angaben zur Beschaffenheit der Seile und zur Höhe, in der sie gespannt wurden, wollte Gill nicht machen.