Der Dies Academicus verlief anders als in den vorherigen Jahren. Der Zug aus Gästen, der Professorenschaft und dem Universitätsrat lief nicht allein vom Museum zur Martinskirche. Er wurde angeführt von ungefähr 300 Studierenden, die mit grossen Plakaten gegen den Bildungsabbau demonstrierten.

Die Demonstranten verteilten Flyer an die Professoren. Nachdem alle Teilnehmer des Dies Academicus in der Kirche eingelaufen waren, zogen die Demonstranten weiter. Über die Schifflände ging es zum Marktplatz und durch die Gerbergasse auf den Barfüsserplatz.

Einige Tramverbindungen mussten unterbrochen werden. Die Menge bewegte sich jedoch geordnet.

Auch sonst kam es zu keinen grösseren Zwischenfällen wie Toprak Yerguz, Sprecher der Basler Polizei, sagt: «Die Polizei hatte Kenntnis von der Demonstration und war vor Ort. Die gesamte Aktion verlief ruhig.»

Zu schwerwiegenden Vorfällen kam es jedoch vor der Demo. Hauswände und die Wände der Martinskirche waren vollgesprayt mit Sprüchen wie «Einbildung ist keine Bildung» oder «der Pöbel muss draussen bleiben». Von den Sprayereien distanzieren sich die Organisatoren des Protest-Marschs jedoch.

«Mit dieser Aktion haben wir von der Vollversammlung nichts zu tun. Diese Art von Protest unterstützen wir nicht», sagt Anthea Nauer, Pressesprecherin der Vollversammlung der Studenten. Zur Höhe der Schäden möchte der Siegerist der Martinskirche nichts sagen. (olm)