Badespass
Gegen die Hunde-Badis regt sich bereits Widerstand

Das Kantonale Veterinäramt möchte Badezonen schaffen für Hunde. Was für den Vierbeiner eine Freude ist, stört einige Zweibeiner. Die IG Rheinschwimmen wehrt sich gegen die geplanten Hunde-Badestrände. Mit Erfolg.

Nicolas Drechsler
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Lösungsvorschlag: Die Verbotszone für Hunde unterhalb des Rheinbads wird ausgeweitet.

Lösungsvorschlag: Die Verbotszone für Hunde unterhalb des Rheinbads wird ausgeweitet.

Kenneth Nars

Dass der Platz am Rheinbord knapp ist, und verschiedenste Gruppierungen ihn nutzen wollen, ist ein alter Hut. Dass aber auch der Platz im Rhein hart umkämpft wird, das ist neu. Seit am 3. Juni das kantonale Veterinäramt angekündigt hat, Hundebadezonen zu schaffen und diese speziell auszuschildern (die bz berichtete), formiert sich Widerstand unter den zweibeinigen Rheinschwimmern.

Federführend ist die IG Rheinschwimmen unter ihrem Präsidenten Vinzenz Winkler: «Vielen Schwimmern behagt es gar nicht, wenn sie sich Ein- und Ausstiege mit Hunden teilen müssen», begründet er seine Vorbehalte. Laut Winkler hat die IG einen Rekurs gegen die geplanten Badezonen eingereicht.

Ungünstige Lage

Niemand sei generell dagegen, dass Hunde ins Wasser können. Aber die geplanten Zonen seien eben auch beliebte Badestellen. An der Solitude sei es wohl nicht mehr zu verhindern, dass dort auch Wuffi und Bello ins kühle Nass hüpfen.

Wohl aber beim Rheinbad Breite. Denn direkt unterhalb des Rhybadhysli, wo die Schwimmer aus dem Rhein klettern, und beim kleinen Badesträndchen, sollen auch Hunde baden dürfen.

Bereits erste Reduktion

«Bei einer Ortsbegehung mit den zuständigen Behörden haben wir uns auf einen Leinenzwang an gewissen Stellen geeinigt.» Die Pläne, die das Gesundheitsdepartement am 3. Juni vorstellte, sind also bereits wieder überholt. Ziel des Rekurses sei es nicht, die Badezonen komplett zu verhindern. «Aber wir wollen gewisse Regeln, und dass sich alle sicher fühlen», meint Winkler. «Auch in den Basler Pärken ist es ja üblich, Mensch und Hund zu trennen. Meist herrscht Hundeverbot, ausnahmsweise Leinenzwang. Das Rheinbord ist für uns eigentlich auch eine Parksituation.»

Dass die Polizei die Leinenpflicht durchsetzen muss, glaubt Winkler nicht. «Die haben sicher Wichtigeres zu tun.» Aber er appelliert an die Vernunft der Hundehalter: «Unterhalb des Breite-Bades liegen Leute auf dem Weg, sie grillieren und baden. Da sind freilaufende Hunde nicht ideal.» Was Winkler Sorgen bereitet, ist, dass nun noch mehr Hundehalter als bis anhin zur Breite pilgern. Dann haben wir ein Problem.»

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