Der Quartierverein «Lääbe in der Innerstadt» wehrt sich gegen Pläne des Basler Bau- und Verkehrsdepartements zur Umgestaltung des Rümelinsplatzes. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, habe sich der Verein am Mittwochabend neu konstituiert. So sitzt im Vorstand nun auch Münsterpfarrerin Caroline Schröder Field.

An der Generalversammlung habe sich eine grosse Mehrheit der Anwesenden klar gegen die geplante Fällung von vier Bäumen auf dem Rümelinsplatz gestellt. Man sei entschlossen, gegen die Fällung der beiden Linden und der beiden Ginkgos zu wehren.

Diese sollen nach dem Willen des Bau- und Verkehrsdepartementes Platz machen für Bäume, die den «innerstädtischen Herausforderungen» besser gewachsen seien, wie das Departement schreibt. Darum habe man sich mit der Gleditschie für eine Baumart entsprochen, die auch nicht mit klebrigen Absonderungen für Dreck sorgen würde, wie der derzeitige Bestand. Geht es nach dem Departement, soll der Platz weniger den Charakter eines «Durchgangsortes» haben, wie das heute der Fall sei.

Das ausgewählte Projekt «Platzlichtung» will klarere Ebenen schaffen und den Platz mit Rheinwacken pflastern. Es sieht auch die Pflanzung von mehr als den bis anhin vier Bäumen vor. Ausserdem sollen «Mauerelemente für Sitzgelegenheiten sorgen».

Gegen Lärm

Ausserdem hat der Verein «Lääbe in der Innerstadt» auch keine Freude an einer Motion von FDP-Grossrat Stephan Mumenthaler. Diese fordert eine Lockerung der Lärmempfindlichkeits-Stufen in den Wohnzonen der Innenstadt. Der Grosse Rat hat dem zugestimmt, die Anwohner empfinden dies gemäss ihrer Mitteilung als einen «Affront».

Mumenthaler und der Grosse Rat wollen mit ihrem Anliegen die Innenstadt vermehrt beleben und Restaurants und Clubs das Leben einfacher machen. (dre)