Fussball
Geht der FC Basel mit oder ohne Murat Yakin in den Frühling?

Der Trainer bleibt beim FC Basel ein Gesprächsthema. In der Winterpause könnte es auch ungenehm werden, sagt Präsident Bernhard Heusler. «Wir werden den Winter nicht vor dem Kamin verbringen». Sportdirektor Heitz setzt aber auf Yakin.

Sebastian Wendel und François Schmid-Bechtel, Gelsenkirchen
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Schiedsrichter hin oder her, die Leistung der Basler war mit Ausnahme der ersten 15 Minuten nicht gut genug, um Anspruch auf die Achtelfinals zu erheben. Andere Teams haben in Unterzahl auch schon Spiele gedreht, der FCB jedoch wurde immer harmloser.

«Diskutieren bringt nichts. Fakt ist: Nach der roten Karte hatten wir keine Torchance mehr», sagte Yann Sommer.

«Wir brauchen nichts zu beschönigen, wir waren chancenlos», sagte Kay Voser. Und auch Bernhard Heusler nannte am Tag danach das «Was wäre, wenn» die «Sprache der Verlierer».

Er sei, so der Präsident, zufrieden, wie sich der FCB in der Königsklasse präsentiert habe. «Die zwei Siege gegen Chelsea haben irgendwann wohl mehr Gewicht, als wenn wir weitergekommen und dann schnell ausgeschieden wären.»

Hingegen habe er Mühe mit der Berichterstattung einzelner deutscher Medien vor dem Spiel.

«Da war die Rede von einer «Schlacht». Er habe es zwar selber nicht gesehen, doch müsse am Bahnhof Gelsenkirchen ein massives Polizeiaufgebot auf die über 3000 Basler Fans gewartet haben. In der Tat: Wer zwei Stunden vor Anpfiff den Bahnhof passierte, wähnte sich mitten in einem Staatsstreich.

Morgen trägt der FCB gegen Luzern sein letztes Spiel eines turbulenten Halbjahres aus. Heusler hofft auf einen Sieg, um mit einem positiven Gefühl in die Pause zu gehen. Eine Pause, in der es auch «unangenehm werden könnte. Wir werden den Winter nicht vor dem Kamin verbringen».

Einerseits drohen Spielerabgänge, andererseits stehen die Gespräche mit Murat Yakin über dessen Vertragsverlängerung an.

Laut der «Gazzetta dello Sport» hat Yakin für die nächste Saison bereits bei Lazio Rom unterschrieben. «Davon weiss ich nichts. Aber es ist das Recht jedes Arbeitnehmers, sich auf dem Markt umzusehen», sagte Sportdirektor Georg Heitz dem Schweizer Fernsehen.

Yakins Vertrag läuft, wenn er im Frühling Meister wird, bis 2015. «Wir wollen mit ihm weiterarbeiten», so Heitz.

Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, wird sich zeigen. Es gibt jetzt schon Stimmen im Verein, die sich nicht vorstellen können, dass Yakin im Frühling noch FCB-Trainer ist.

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Keystone