Gemüse aus Deutschland
Basler Regierungspräsident interveniert gegen die neue Zollrichtlinie

Für die Einfuhr von regionalen Produkten aus dem Grenzgebiet sollen ab nächstem Jahr höhere Hürden gelten. Der Basler Regierungspräsident wehrt sich jetzt in Bern gegen die Änderung.

Zara Zatti
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Mit der neuen Regelung hätte es regionales Gemüse schwerer.

Mit der neuen Regelung hätte es regionales Gemüse schwerer.

zVg

Ab dem 1. Januar 2022 soll in der Schweiz eine neue Zollrichtlinie gelten. Das hat direkte Auswirkungen auf die Einfuhr von regionalen Produkten aus den grenznahen Gebieten nach Basel. Bisher durften landwirtschaftliche Produkte aus grenznaher Produktion in einem vereinfachten Zollverfahren eingeführt und direkt an die Kunden auf Vorbestellung geliefert werden. Die Änderung wäre das Aus für die regionalen Gemüse-Abos, aber auch für Gastronomen würde die Einfuhr von Lebensmittel erschwert (die bz berichtete).

Nun wehrt sich der Basler Regierungsrat Beat Jans gegen die Änderung der Zollrichtlinie. In einem Brief an Bundesrat Ueli Maurer fordert er, dass die Einführung rückgängig gemacht und die bisherige Regelung beibehalten wird. «Die bisherige, historisch gewachsene Regelung für den Marktverkehr in der engen Grenzzone zwischen der Schweiz und Deutschland sowie der Schweiz und Frankreich hat sich bewährt und entspricht der gelebten Tradition in unserer trinationalen Region», heisst es im Brief. Wie es in der Mitteilung des Präsidialdepartements heisst, sei die Thematik des Marktverkehrt im trinationalen Raum ein grosses Anliegen von Beat Jans. Deshalb beabsichtigt er, die Thematik mit dem Finanzminister Ueli Maurer zu diskutieren.