Beim Raps handelt es sich um die Sorte „GT73". Das Kantonale Labor hatte an den Standorten am 24. Mai Proben genommen, nachdem die Umweltorganisation „Greenpeace" darauf hingewiesen hatte.

Der Kanton wird nun in und um die betroffenen Areale die Probenahmen ausweiten, heisst es in der Mitteilung. Die betroffenen Betriebe - die Rheinhäfen und die SBB - würden aufgefordert, Massnahmen zur Bekämpfung der freigesetzten Rapspflanzen darzulegen. „Sie müssen ihre Sicherheitskonzepte beim Umladen vom Schiff auf die Bahnwagen anpassen", sagt Philipp Hübner, Kantonschemiker und Abteilungsleiter Kantonales Labor Basel-Stadt. Konkret müssten die Verpackungen der Saat verbessert werden.

Nachkontrollen des Kantonalen Labors an den betroffenen Stellen sind bereits geplant. Für die Umwelt ginge vom Raps aber keine unmittelbare Gefahr aus. Regierungsrat Carlo Conti, Vorsteher des Gesundheitsdepartements: „Der Raps stellt kein Problem für die Basler Landwirtschaft dar. Vom Fundort her ist eine Kreuzung mit normalem Raps unwahrscheinlich."

Auch im Baselland läuten die Alarmglocken noch nicht. Der Befund am Auhafen wurde zwar bestätigt, aber: „Es handelt sich hier im einen isolierten Standort", sagt Martin Schmidlin, Inspektor für biologische Sicherheit am Sicherheitsinspektorat Baselland. Mit regelmässigen Kontrollen werde die Situation in Zukunft überwacht und gegebenenfalls entsprechende Massnahmen ergriffen.