Basler Sanität
Generalsekretär nach GPK-Bericht: «Sicher nicht einfach, so etwas zu hören»

Der frühere Gewerbeverbands-Sprecher David Frey ist seit diesem Frühling Generalsekretär beim Basler Justiz- und Sicherheitsdepartment. Er sagt, wie es nach dem vernichtenden Urteil des GPK-Berichts bei der Basler Sanität weitergeht.

Moritz Kaufmann
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Die GPK fordert, dass die Leitung der Basler Sanität ersetzt wird.

Die GPK fordert, dass die Leitung der Basler Sanität ersetzt wird.

Nicole Nars-Zimmer

Herr Frey, gibt es ein Führungsproblem bei der Sanität des Kantons Basel-Stadt?

David Frey: So steht es im Bericht. Wir werden die Schlussfolgerungen des GPK-Berichts jetzt sorgfältig analysieren und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

Generalsekretär des Basler Justiz - und Sicherheitsdepartement: David Frey

Generalsekretär des Basler Justiz - und Sicherheitsdepartement: David Frey

bz

Kennt Departementsvorsteher Baschi Dürr die Vorwürfe der GPK?

Selbstverständlich. Er wurde im Rahmen dieses Berichts auch befragt.

Aber er hat noch nichts entschieden?

Er kennt den genauen Bericht seit Mittwochnachmittag wie die Medien auch. Die GPK arbeitet sehr unabhängig.

Die GPK empfiehlt «personelle Massnahmen». Werden diese umgesetzt?

Wir haben die Empfehlungen des Berichts zur Kenntnis genommen. Im Moment sind wir dran, verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei der Sanität zu erarbeiten. Im Rahmen des Personal- und Organisationsentwicklungsprozesses (POE) werden entsprechende Handlungsfelder bearbeitet. Im August wird Baschi Dürr wieder vor die Mannschaft stehen und über das weitere Vorgehen informieren.

Dieser POE wird im GPK-Bericht als «kontraproduktiv» kritisiert. Wird er trotzdem weitergeführt?

Baschi Dürr hat gegenüber den Mitarbeitern der Sanität klar zum Ausdruck gebracht, dass der POE weitergeführt und abgeschlossen werden soll. Das passiert nun Stück für Stück bis Ende dieses Jahres.

Laut der GPK hat die Sanität des Kantons Basel-Stadt einen schlechten Ruf als Arbeitgeberin. Sehen Sie das auch so?

Als Kanton haben wir attraktive Anstellungsbedingungen. So konnten wir jüngst mit 14 Aspiranten so viele Ausbildungsplätze wie noch nie problemlos besetzen.

Die GPK hat zwei Kadermännern ihres Departements - namentlich Dominik Walliser und Hans Peter Altermatt - öffentlich ein miserables Arbeitszeugnis ausgestellt. Wie geht es den beiden?

Ich kann es ihnen nicht sagen. Ich hatte noch keinen Kontakt zu den beiden Herren. Aber es ist sicher nicht einfach, so etwas zu hören, wenn man sich tagtäglich voll für einen Betrieb wie die Sanität Basel einsetzt.