Ein trojanisches Pferd habe man nicht dabei, dafür aber einen Bus, sagt Ivan Pictet, Präsident der Fondation pour Genève. Besagter Bus stand am Dienstag auf dem Basler Barfüsserplatz.

Im Rahmen der Zweihundertjahrfeier des Genfer Bundesbeitritts organisiert die Fondation pour Genève eine Roadshow durch die Schweiz. Für die Tour wurde ein spezieller Bus hergerichtet, der Ausstellung, Animationen und Attraktionen beherbergt. Der Bus verkehrt als Symbol der Verbundenheit zwischen Genf und dem Rest der Schweiz. Die 47 Etappen lange Tour, in der alle 26 Kantone besucht werden, begann am 18. April in Genf und endet dort am 27. Juni.

Um die Beziehung und den Austausch zwischen den Kantonen zu fördern, reisen Genfer Delegationen mit dem Bus nach Basel und treffen Vertreter der jeweiligen Behörden.

Beziehung mit Höhen und Tiefen

Auf der Tour sollen drei Kernbotschaften übermittelt werden, erklärt Pictet. Obwohl die Beziehung zwischen der Schweiz und dem Kanton Genf von Höhen und Tiefen geprägt war, sei der Zweck des Projekts in erster Linie, Danke zu sagen. «Weiter wollen wir auf die Ausstrahlung der Genfer Aussenpolitik hinweisen», sagt Pictet. Der Kanton sei nicht nur ein politischer Trumpf, sondern gleichzeitig auch ein wirtschaftlicher Mehrwert für die Schweiz. «Zudem soll die Ausstellung aufzeigen, wie viele Menschen von den Entscheidungen betroffen sind, die tagtäglich in Genf getroffen werden», erläutert Pictet die dritte Kernbotschaft.

Es gehe jedoch nicht darum, die Verdienste Genfs überschwänglich zu loben. Vielmehr soll den Leuten bewusst gemacht werden, dass die anderen Kantone von den vielen internationalen Akteuren in Genf profitieren. «Das internationale Genf erlaubt es, die Souveränität der Schweiz nach aussen hin zu leben», sagt Pictet.

Die Ausstellung zeigt auf jeder Etappe die historischen Verbindungen zwischen dem besuchten Kanton und Genf auf. Neun gezeichnete Figuren stehen für die kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Beiträge Genfs zur Schweiz. Im Innenraum des Fahrzeugs wird anhand konkreter Beispiele gezeigt, wie die Schweiz von den internationalen Akteuren profitiert und wie sie genutzt werden, um ihre Ziele und Interessen durchzusetzen.

Sämtliche Anwesenden der Behörden betonten die Gemeinsamkeiten zwischen Basel und Genf.

Zwei Städte in Grenznähe

Der Basler Regierungspräsident Guy Morin wies auf die Wichtigkeit der Grenznähe für die Firmen in Basel hin. Wegen der Nähe zum Ausland spielt in beiden Kantonen die Grenzgänger-Thematik eine grosse Rolle. «Die Grenzgänger geniessen in Basel grosse politische Akzeptanz», sagt Morin. Der Genfer Stadtpräsident Sami Kanaan fügte hinzu: «Der Umgang mit Grenzgängern in Genf ist schwieriger als in Basel.»