Basler Architekten träumen von einem regionalen «Haus der Baukultur». Doch die Pläne für dieses Zentrum sind ins Stocken geraten, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. Die Suche nach Geldgebern sei schwierig, sagt der Architekt Dominique Salathé, einer der Initianten des Projekts. Wie die «Schweiz am Sonntag» weiter schreibt, hat nun auch einer der wichtigen potenziellen Partner, das Schweizerische Architekturmuseum SAM, dem Projekt eine Absage erteilt. «Ich halte die Idee für unrealistisch», sagt SAM-Direktor Hubertus Adam.

Mit dem «Haus der Baukultur» soll in Basel ein Treffpunkt für alle Akteure aus Architektur und Ingenieurswesen sowie die interessierte Öffentlichkeit entstehen. Lanciert hatten Dominique Salathé und sein Kollege Jean-Pierre Wymann die Idee 2012 mit Unterstützung der Basler Sektion des Bundes Schweizer Architekten BSA. Ausgangspunkt war der Wunsch, die Kräfte im Bereich Architektur zu bündeln, sagt Salathé. Beim Bau- und Verkehrsdepartement stösst die Idee auf Wohlwollen, gerne würde der Kanton sein Modell der Stadt Basel in einem «Haus der Baukultur» ausstellen, so Sprecherin Jasmin Fürstenberger. Auch der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein steht hinter der Idee.

SAM-Direktor Hubertus Adam begründet seine Skepsis mit der Sorge um die Finanzierung seines eigenen Hauses. Das SAM sei auf Beiträge von Mitgliedern und Sponsoren angewiesen. «Für ein Haus der Baukultur kämen die gleichen Geldgeber infrage wie für uns», sagt Adam. «Zwei Orte würden aber nur wenige unterstützen.»

Ursprünglich war für die Eröffnung des neuen Architekturzentrums das Jahr 2020 vorgesehen. Von diesem Datum nimmt Salathé nun Abstand, hält aber am Projekt fest.