In einem der E-Mails habe sich der Absender "Omar Shafik Hammami" genannt und behauptet, ein vom FBI gesuchter Terrorist zu sein, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Dann schrieb er, er habe von einer ungenannten Person den Auftrag erhalten, den Empfänger des E-Mails, über den Fotos und persönliche Angaben existierten, zu töten.

Er habe jedoch Mitleid mit dem E-Mail-Empfänger. Darum gebe er dem Empfänger die Möglichkeit, mehrere tausend Dollar zu überweisen, um den Tötungsauftrag abzuwenden. Er, Omar Shafik Hammami, habe inzwischen seine Männer auf dem Weg zum Mail-Empfänger zurückgehalten.

Das gelte jedoch nur so lange, bis das verlangte Geld überwiesen sei, hiess es in dem E-Mail weiter. Sollte der Empfänger des E-Mails jedoch die Polizei verständigen, erstrecke sich der Tötungsauftrag auch auf dessen Angehörige.

Weitere solche E-Mails mit anderen Namen als Absendern wurden laut der Staatsanwaltschaft offenbar schon seit einiger Zeit verschickt. Insgesamt habe die Staatsanwaltschaft bisher Kenntnis von drei Fällen, sagte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage. Im einen Fall sei Anzeige erstattet worden.

Geschädigt worden sei bisher noch niemand. Die Staatsanwaltschaft wies jedoch darauf hin, dass es sich bei den E-Mails um eine neue Betrugsmasche handelt, um an Geld zu gelangen. Sie rief dazu auf, keinesfalls auf solche E-Mails zu reagieren.