Basel
Getöteter Bub (†7): Hunderte sind zum Trauermarsch gekommen ++ «Wir alle sind Ilias und Ilias ist Basel»

Dem Aufruf zu einem Trauermarsch in Basel sind Hunderte Personen gefolgt, um dem Schulbub (†7) zu gedenken. Er ist am Donnerstag von einer Frau (75) mit einem Messer getötet worden.

Claudia Hottiger, Franziska Zambach, Jürg Krebs
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Gedenkanlass für den getöteten Siebenjährigen in Basel
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Gedenkanlass für den getöteten Siebenjährigen in Basel
Gedenkanlass für den getöteten Siebenjährigen in Basel
Gedenkanlass für den getöteten Siebenjährigen in Basel
Gedenkanlass für den getöteten Siebenjährigen in Basel
Gedenkanlass
Die Trauernden beim Schulhaus Gotthelf in Basel
Beim Tatort werden Blumen nieder gelegt.
Regierungsrat Conradin Cramer zollt dem verstorbenen Siebenjährigen Respekt.
Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann legt Blumen bei der Gedenkstätte nieder
Die Basler Regierungsräte Elisabeth Ackermann (mit weissen Blumen) und Conradin Cramer sind unter den Trauernden.
Der Tatort am St.Galler Ring in Basel
Riesige Menschenmenge in Basel zeigt Solidarität mit der trauernden Familie
Riesige Menschenmenge in Basel zeigt Solidarität mit der trauernden Familie
Riesige Menschenmenge in Basel zeigt Solidarität mit der trauernden Familie
Riesige Menschenmenge: Solidarität total.
Hunderte Menschen haben sich am Samstag im Schützenmattpark in Basel versammelt, um dem getöteten 7-jährigen Schulbub zu gedenken.
Betroffenheit wegen des toten Jungen: «Ich bin Ilias», der Name des getöteten.
Hunderte Menschen haben sich im Schützenmattpark in Basel versammelt, um dem getöteten 7-jährigen Schulbub zu gedenken.
Hunderte Menschen haben sich im Schützenmattpark in Basel versammelt, um dem getöteten 7-jährigen Schulbub zu gedenken.

Gedenkanlass für den getöteten Siebenjährigen in Basel

Roland Schmid

Hunderte Menschen haben sich kurz vor 14 Uhr im Schützenmattpark in Basel versammelt. Es sind viele Albaner aber auch Schweizer zugegen. Unter den Trauernden sind auch Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann und Erziehungsdirektor Conradin Cramer.

Zum Trauermarsch hatte der Aargauer Emi Salahi aufgerufen. Selbst Vater einer 10-jährigen Tochter, hatte ihn der Tod des Jungen betroffen gemacht.

Der 7-Jährige war am Donnerstagmittag von einer wohl verwirrten Frau mit einem Messer tödlich verletzt worden. Das Kind, dessen Eltern aus dem Kosovo stammen, wurde am Samstagmittag in der Ortschaft Gjilan beigesetzt. So war es in der Todesanzeige angekündigt worden.

Der Trauermarsch führte vom Schützenmattpark zum Tatort am St.Galler-Ring. Dort legten die Menschen Blumen nieder. Die Stimmung war ruhig. Es gab keine Ansprachen. Die Trauernden schwiegen – oder weinten.

Beim Tatort werden Blumen nieder gelegt.

Beim Tatort werden Blumen nieder gelegt.

Franziska Zambach

Danach gings weiter zum Gotthelfschulhaus, wo der 7-Jährige zur Schule ging.

Die Trauernden beim Schulhaus Gotthelf in Basel

Die Trauernden beim Schulhaus Gotthelf in Basel

Franziska Zambach

Der Grossonkel des getöteten Jungen dankt fürs Kommen: «Wir hoffen, dass so etwas Unvorstellbares nicht wieder geschieht.»

Ein Sprecher der Basler Muslim Kommission bedankte sich bei allen für Präsenz und Solidarität: «Wir schätzen das auch als Albaner und Muslime. Wir sind ob dieser schrecklichen Tat fassungslos. Indem wir Anteil nehmen, können wir hoffen, dass es das Leid der Angehörigen lindert.» Er schliesst mit den Worten: «Von Gott kommen wir und zu ihm kehren wir zurück. Möge die Seele des Kleinen im Paradies ruhen.»

Auch Frank Lorenz von der Offenen Kirche Elisabethen dankte den zahlreichen Anwesenden für die Solidarität und die Menschlichkeit, die sie mit der Teilnahme am Trauermarsch der Familie und den Freunden des verstorbenen Jungen zeigten. «Wir alle sind Ilias und Ilias ist Basel.»

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