Der Basler Gewerbeverband hat am Mittwoch seine beiden Initiativen eingereicht, mit denen er ein "verbessertes Miteinander von allen Verkehrsteilnehmern" anstrebt. Er will die 2010 vom Volk beschlossene Reduktion des motorisierten Verkehrs um zehn Prozent rückgängig machen und den Parkplatzabbau stoppen.

Die Gesetzesinitiative "Zämme fahre mir besser" wurde mit 3811 Unterschriften der Staatskanzlei überreicht. Sie fordert die Streichung jener Bestimmung, wonach der Kanton die Gesamtverkehrsleistung des privaten Motorfahrzeugverkehrs bis zum Jahr 2020 um mindestens zehn Prozent reduziert.

Diese Reduktion hatten die baselstädtischen Stimmberechtigten 2010 beschlossen, als sie den Gegenvorschlag zur unformulierten Initiative der Umweltorganisation umverkehR annahmen. Trotz Nein-Parole der Regierung waren dabei 55 Prozent Ja-Stimmen eingegangen.

Die zweite Initiative "Parkieren für alle Verkehrsteilnehmer" wurde mit 3917 Unterschriften eingereicht. Sie verlangt ebenfalls eine Änderung des Umweltschutzgesetzes: Auf öffentlichem Grund solle eine "ausreichende Anzahl an Parkplätzen für den Veloverkehr und den motorisierten Individualverkehr eingerichtet werden". Und bei der Aufhebung von Parkplätzen sei gleichwertiger Ersatz in der Nähe zu schaffen.