Am Mittwoch kurz nach Mittag wurden die 3200 Unterschriften an Brigitta Gerber, Präsidentin der Petitionskommission und Marco Greiner, Vizestaatsschreiber, übergeben. «Gute Kinderbetreuung braucht gute Arbeitsbedingungen» heisst die Petition. Sie wurde von den Kinderbetreuerinnen der Region Basel und der Gewerkschaft VPOD lanciert. «Die Unterschriften haben wir in zwei Monaten gesammelt», sagt Simon Burgunder, Sekretär beim VPOD.

«In Basel-Stadt besteht ein verfassungsmässiger Anspruch auf einen Betreuungsplatz». Deswegen erlebe die familienergänzende Kinderbetreuung einen Boom und das Angebot werde in Basel-Stadt ausgebaut, heisst es in der Mitteilung des VPOD. «Es eröffnen monatlich neue Kitas», sagt Burgunder. «Viele Betreuer müssen heute administrative Aufgaben in ihrer Freizeit erledigen», erklärt der Gewerkschaftssekretär. Dazu gehören Planungen von Elterngesprächen, Sitzungs- und Tagesvorbereitungen. «Oft fehlt in den Krippen der Raum, um sich zurückzuziehen und solche Arbeiten während der regulären Arbeitszeit durchzuführen.»

Weitere Forderungen sind, dass Personen, die eine Ausbildung im Bereich Kinderbetreuung haben, einen kantonalen festgelegten Mindestlohn von 4500 Franken und einen 13. Monatslohn erhalten. «Für Basel gibt es wenige gesicherte Zahlen», erklärt Burgunder. Er schätze das monatliche Einkommen der Kinderbetreuer zwischen 4000 bis 5000 Franken. «Ob ein 13. Monatslohn bezahlt wird, ist von Kita zu Kita unterschiedlich, aber nicht üblich.» (jag)