Das 50-jährige Bestehen zeigt, dass die Angebote der Ausländerberatung nachgefragt und auch in einem Zeitalter des Internets gebraucht werden. Die Beratungsstelle der GGG ist aber keinesfalls mit Angeboten aus dem Asylbereich zu verwechseln. «Wir beraten Ausländer mit einer Arbeits- und Niederlassungsbewilligung», erklärt Eleonore Wettstein, Leiterin der Informationsstelle Integration der GGG.

Fragen aus dem Alltag

Die Ausländerberatung ist in drei Untergruppen aufgeteilt: Übersetzungsdienst, allgemeine Beratung und Informationsstelle für Integration. Allen drei geht die Arbeit nicht aus. 2011 wurden 8246 Personen beraten. Die nachgefragten Themen blieben langfristig in etwa ähnlich, sagt Wettstein: «Die Menschen kommen mit alltäglichen Problemen und Sorgen zu uns.» Ob das Ausfüllen der Steuererklärung, Informationen über die einzelnen Posten des Lohnausweises oder Missverständnisse mit den Lehrern der eigenen Kinder, keine Frage bleibt bei der Ausländerberatung der GGG unbeantwortet.

Geboren im Ausland, leben die Berater seit langer Zeit in der Schweiz und besitzen den Schweizer Pass. Das Prinzip ist gemäss Eleonore Wettstein klar: «Die Berater kennen die Probleme der Ausländer aus eigenen Erfahrungen.» Das schaffe Vertrauen. Während die Anliegen ähnlich bleiben, verändern sich die Herkunftsländer der Besucher: «Die Bevölkerungsstatistik spiegelt die Herkunft der Besucher», heisst es im Jahresbericht 2011. Neu dazugekommen sind gut ausgebildete Arbeitnehmer, die für eine gewisse Zeitspanne in der Region leben - bekannt als «Expats». Für sie wurde ein elektronisches Nachfragesystem aufgebaut, da ihnen mehrheitlich die Zeit fehlt, um bei der Beratungsstelle vorbeizukommen. Antworten gibt es von der GGG in Englisch und Deutsch.

Brandhärd als Hauptact

Das Angebot der Ausländerberatung ist grundsätzlich gratis. Kostenpflichtig sind das Ausfüllen der Steuererklärung und Übersetzungen. Ein Unkostenbeitrag wird bei schriftlicher Beratung verlangt. Um die Ausländerberatung bekannter zu machen, findet am Samstag - der auch der Flüchtlingstag ist (vgl. Kasten) - zum zweiten Mal der GGG-Tag statt. Im Zentrum stehen auf dem Rümelinsplatz die Themen Bildung und Integration, zu denen es eine Talkrunde mit Fachpersonen geben wird.

Die verschiedenen Angebote der GGG stellen sich an Informationsständen vor. Für die Kleinsten führt das Basler Kindertheater «Der Wolf und die sieben Geisslein» auf. Für die grösseren und grossen Gäste werden die Knabenmusik Basel 1841, die «Mumol Dixie Stompers», «d' Schmiir» und «Brandhärd» als Hauptact auf der Bühne stehen.