Winter

Grau und Dunkel: Für Basel war es ein Winter zum Vergessen

Der vereiste Tinguely-Brunnen am Montag

Der vereiste Tinguely-Brunnen am Montag

Der zu Ende gehende Winter präsentierte sich in Basel grau und dunkel wie lange nicht mehr. Die Temperaturen lagen mehr oder weniger im Normalbereich. Auffällig war vor allem der viele Schnee und die wenigen Sonnenstunden.

Am Freitag ist bereits meteorologischer Frühlingsanfang. Ein grauer Winter neigt sich dem Ende zu. Sonnentage waren die Ausnahme. Dies bestätigen auch die Zahlen von Meteonews: «Während der Dezember noch im Durchschnitt lag, waren der Januar und der Februar viel zu grau», erklärt Meteorologe Damian Zurmühle. Im Vergleich zu den Durchschnittswerten von 1981 bis 2010 schien die Sonne im Januar in diesem Winter nur knapp vierzig statt siebzig Stunden, im Februar bisher rund 45 statt 86 Stunden. Zurmühle ist guter Hoffnung, dass der Wochenrest noch etwas Aufhellungen bringt. «Die Temperaturen steigen leicht an und die Chancen, dass sich der Hochnebel auflöst, werden grösser.»

Der Hochnebel war in diesem Winter besonders zäh und verzog sich nur selten. «In den unteren Lagen herrschte oftmals eine hohe Feuchtigkeit, was die Entstehung von Hochnebel begünstigt. Aufgrund der fehlenden Winde in der Höhe blieb dieser hartnäckig über dem Flachland liegen», so Zurmühle. Meteorologisch gesehen herrschte aber keinesfalls mieses Wetter. Lange Hochdruckphasen sorgten in den Bergen für perfekte Wintersporttage. «Unten grau, oben blau», lautete vielfach das Wettermotto. Die kalte Luft ist schwer und sinkt nach unten, die warme Luft will nach oben. So genossen die Wintersportler öfters wärmere Temperaturen als die daheimgebliebenen Baslerinnen und Basler. Einen kleinen Trost hat Damian Zurmühle für die geplagte Basler Seele übrig: «Im Vergleich zu anderen Gebieten im Flachland kamen die Basler noch einigermassen gut weg.»

Mehrfach Schnee in Basel

Im vergangenen Winter dominierte eine aussergewöhnlich lange und starke Kältephase den Februar. Der aktuelle Februar war bisher im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt auch zu kalt, doch negative Ausreisser blieben selten. So war ausgerechnet der eigentlich warmherzige Valentinstag am 14. Februar mit in der Nacht gemessenen minus elf Grad der «Bibbertag» des Winters. «Der Dezember war leicht zu mild, der Januar lag in etwa im Durchschnitt», analysiert der Meteorologe. Gefühlt war aber auch der Januar kalt. Denn das Ende mit über 16 Grad hob die Durchschnittstemperatur nochmals stark an.

Auffallend in diesem Winter war auch der Schnee, der aufgrund der lange andauernden Minustemperaturen mehrfach fiel und für längere Zeit liegen blieb. Damian Zurmühle weist aber darauf hin, dass dieser Winter nicht ausserordentlich nass war. «Nur der Dezember und der Februar waren leicht zu nass, der Januar hingegen lag im Durchschnitt.» Schweizweit fiel in diesem Winter im Flachland so viel Schnee wie seit den siebziger Jahren nicht mehr. Die Kinder hat es gefreut, manchen Autofahrer wohl weniger.

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