Die Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) von Basel haben über tausend Mitarbeiter, Hunderte Patienten und entsprechend viele Besucher. Sie alle bevölkern die 150 Jahre alte Parkanlage des UPK-Areals im Norden Basels nahe der französischen Grenze.

Doch tagelang bemerkt niemand, dass unter einem Baum eine Leiche liegt. Vom Weg aus ist sie kaum zu sehen, da die Äste bis auf den Boden reichen. Ein Patient macht die Entdeckung am Freitag vor einer Woche.

Da die Verwesung schon fortgeschritten ist, nimmt die Identifikation Zeit in Anspruch. Auf dem UPK-Areal löst der Polizeieinsatz Aufregung aus. Doch die Behörden informieren nicht von sich aus über den Vorfall. Nicht einmal die UPK-Mitarbeiter werden über die Hintergründe aufgeklärt.

Es war eine vermisste Frau

Auf Anfrage bestätigt Peter Gill, Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft: «Es trifft zu, dass eine tote weibliche Person auf dem Areal der UPK aufgefunden wurde.» Die Frau sei vermisst gewesen und hätte nun identifiziert werden können. «Offensichtlich lag sie schon längere Zeit an einem nicht gut einsehbaren Ort im Park der UPK», teilt Gill weiter mit.

Die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft habe in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin erste Ermittlungen und Untersuchungen durchgeführt. Gemäss Gill liegen keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung vor. Weitere Untersuchungen seien am Laufen.