«Ihn erwarten nun rund sieben Jahre Haft für die Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation sowie etwa zehn Jahre für Drogenhandel», sagt Folco Galli vom Bundesamt für Justiz.

Wie die Grenzwache am Dienstag mitteilte, wollte der Verhaftete als Lenker eines Personenwagens zusammen mit einer zweiten Person von Luxemburg her kommend via Frankreich in die Schweiz einreisen. Bei der Kontrolle stellten die Schweizer Grenzwächter fest, dass der Dominikaner im Schengener Informationssystem international zur Festnahme ausgeschrieben war. Gegen die zweite Person liege dagegen nichts vor, erklärt Grenzwache-Sprecher Patrick Gantenbein. Was der Verhaftete in der Schweiz wollte, ist den Behörden nicht bekannt.

Der Auslieferung zugestimmt

Die Grenzwächter übergaben den Mann den kantonalen Behörden, welche aufgrund der internationalen Fahndung wiederum das Bundesamt für Justiz einschalteten. Dieses bewilligte am Dienstag vergangener Woche in einem vereinfachten Verfahren die Auslieferung des Mannes nach Spanien, nachdem sich dieser bei seiner Einvernahme durch die Behörden damit einverstanden erklärt hatte.

Bis heute aber befindet sich der Gefasste noch immer in der Schweiz. Auslieferungen, die nicht in unmittelbare Nachbarstaaten erfolgen, seien immer etwas aufwendiger, kommentiert Bundesamts-Sprecher Galli. So müssten beispielsweise erst entsprechende Flüge organisiert werden. (dba)